Die Ölpreise profitierten von einem schwächeren Dollar. Dieser war am Nachmittag zu allen wichtigen Währungen unter Druck geraten. Ein schwächerer Dollar macht Rohöl in anderen Währungsräumen günstiger und stützt so die Nachfrage.
Seit Beginn der Handelswoche haben sich die Ölpreise in einer vergleichsweise engen Spanne bewegt. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern bremste die Furcht vor den Folgen der steigenden Zinsen in vielen Industriestaaten die Ölpreise. Die Anleger befürchten durch die hohen Zinsen ein schwächeres Wirtschaftswachstum und damit eine geringere Nachfrage nach Rohöl auf dem Weltmarkt.
Im Verlauf der Handelswoche haben sich die Konjunktursorgen der Anleger nach Einschätzung von Marktbeobachtern verstärkt. In den vergangenen Handelstagen gab es zahlreiche Aussagen aus den Reihen der Europäischen Zentralbank, die auf weiter steigende Zinsen hindeuten. Auch US-Notenbankchef Jerome Powell hatte jüngst weitere Zinserhöhungen nicht ausgeschlossen./jsl/he