Auftrieb erhielt der Erdölmarkt vor allem durch neue Lagerdaten aus den USA. Am Dienstagabend meldete das American Petroleum Institute (API) einen ungewöhnlich starken Rückgang der landesweiten Rohölbestände um 15,4 Millionen Barrel. Am Mittwochnachmittag veröffentlicht die Regierung ihre wöchentlichen Zahlen. Ein ähnlich hoher Rückgang wäre der grösste seit Jahrzehnten.
Die Lagersituation in den USA bewegt häufig die Ölmärkte. Die USA sind mittlerweile einer der grössten Förderländer der Welt. Wichtigster Grund ist der jahrelange Fracking-Boom. Die Technik ist aufgrund möglicher Umweltschäden und Erdbebengefahr allerdings umstritten.
Getrieben werden die Erdölpreise auch durch die Aussicht auf ein anhaltend knappes Angebot. Hatten die Preise mit Blick auf den Jahresanfang lange in der Verlustzone gelegen, stehen sie aktuell wieder höher als zu Beginn des Jahres. Ein wichtiger Grund ist, dass grosse Förderländer wie Saudi-Arabien oder Russland ihre Lieferungen deutlich eingeschränkt haben./bgf/jsl/jha/