Bereits am Dienstag waren die Ölpreise deutlich gefallen. Zum Wochenstart waren die Preise noch kräftig gestiegen. US-Präsident Donald Trump hat ein mögliches Ende des Iran-Kriegs in Aussicht gestellt, Teheran aber gleichzeitig mit heftigen Angriffen gedroht. Falls Teheran sich nicht auf eine Vereinbarung einlasse, «beginnen die Bombardements, und diese werden leider ein weitaus grösseres Ausmass und eine weitaus grössere Intensität haben als zuvor», drohte Trump. Er stellte die Öffnung der Strasse von Hormus auch für den Iran in Aussicht.
Der Iran will den Vorschlag prüfen. Indes wies Aussenamtssprecher Ismail Baghai einen US-Medienbericht der Nachrichtenwebseite «Axios» über ein möglicherweise bevorstehendes Abkommen zwischen den Kriegsparteien als überzogen zurück. «Axios» hatte unter Berufung auf US-Quellen berichtet, ein einseitiges Dokument zur kurzfristigen Beilegung des Krieges sei kurz vor dem gemeinsamen Abschluss.
Dennoch wird es laut Experten noch lange dauern, bis sich ein Durchbruch auf den Energiemärkten bemerkbar macht. «Wenn die Meerenge wieder geöffnet wird, gehen wir davon aus, dass es ein halbes Jahr dauern wird, bis sich die Ölpreise wieder normalisieren», sagte Torgrim Reitan, Finanzvorstand des norwegischen Energieunternehmens Equinor. «Bei Erdgas wird es noch viel länger dauern.»/jsl/la/jha/
(AWP)
