Nach Einschätzung von Robert Rennie, Rohstoffexperte bei der australischen Westpac Bank, befinden sich die Ölpreise in einem Spannungsfeld zwischen geopolitischen Risiken und einer steigenden Fördermenge. Zuletzt hatten unter anderem Massenproteste im wichtigen Förderland Iran und die Sorge einer Ausweitung der geopolitischen Risiken auf die gesamte Region am Persischen Golf die Ölpreise in der vergangenen Wochen zeitweise deutlich nach oben getrieben.
Zudem drohen mit der jüngsten Zuspitzung im Streit um Grönland zwischen den USA und europäischen Ländern neue US-Zölle und eine Gegenreaktion der Europäischen Union, was die weitere konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft und damit verbunden die Nachfrage nach Rohöl belasten könnte. Gleichzeitig gilt der Ölmarkt als überversorgt. Zuletzt hatte die Internationale Energieagentur (IEA) vor einem zu hohen Angebot gewarnt, nachdem Länder des Ölverbunds Opec+ ihre Fördermenge stabil gehalten hatten./jkr/jsl/he
(AWP)
