Zuletzt hielten sich die Preisbewegungen am Ölmarkt in vergleichsweise engen Grenzen. Der Preis für Brent-Öl aus der Nordsee wurde nur wenig über dem Niveau gehandelt, mit dem er am Montag in die Woche gestartet war. Nur zeitweise hatte die Sorge vor einem Überangebot auf dem Weltmarkt in den vergangenen Handelstagen belastet. Ein Rückgang der Ölreserven in den USA stützte hingegen die Notierungen.
Nach wie vor steht die Zollpolitik der US-Regierung im Fokus der Anleger am Ölmarkt. Zuletzt haben die Vereinigten Staaten Zölle auf Waren aus Indien erhöht, weil das Land verstärkt Rohöl aus Russland importiert.
Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank dürfte der Fokus der Anleger in den kommenden Handelstagen auf der Entwicklung des Angebots auf dem Ölmarkt liegen. Der Markt erwartet neue Schätzungen zu den Fördermengen. Diese könnten bestätigen, «dass immer mehr Öl auf dem Markt kommt», sagte Commerzbank-Expertin Barbara Lambrecht.
Zuletzt hatten Staaten, die im Ölverbund Opec+ organisiert sind, eine weitere Anhebung der Fördermenge ab September angekündigt. Nach Einschätzung von Lambrecht «droht für die zweite Jahreshälfte ein deutliches Überangebot». Allerdings dürfte eine bessere Stimmung bei den Unternehmen ein Absacken der Ölpreise verhindern./jkr/la/he
(AWP)