Am Donnerstag war Rohöl der Sorte Brent noch bei knapp 95 Dollar gehandelt worden, bevor US-Präsidenten Donald Trump den zuvor angekündigten Angriff auf den Iran abgesagt hatte. Zudem stellte Trump einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran zur Beilegung des Krieges in Aussicht, was die Ölpreise deutlich unter Verkaufsdruck setzte. Aus dem Iran kam jedoch prompt ein Dementi.

Bereits seit Wochen verhandeln Vertreter aus Washington und Teheran über ein dauerhaftes Ende des Krieges. Seit gut zwei Monaten gilt eine brüchige Waffenruhe. Zuletzt lagen die Positionen vor einem möglichen Rahmenabkommen deutlich auseinander. Ende Februar hatte der Iran-Krieg mit Angriffen der USA und Israel begonnen.

Nach Einschätzung von Analysten des in Chicago ansässigen Hedgefonds Karobaar Capital setze der Markt zunehmend darauf, dass beide Seiten durch ein Scheitern mehr zu verlieren haben als durch einen Kompromiss. Investoren würden demnach ein Scheitern der Verhandlungen nicht mehr als das wahrscheinlichste Szenario ansehen./jkr/jha/

(AWP)