Am Markt wurden die Preisabschläge zum einen mit dem etwas festeren US-Dollar begründet. Da Erdöl überwiegend in der amerikanischen Währung gehandelt wird, spielen Wechselkurseffekte für die Preisbildung eine grosse Rolle. Steigt der Dollar, geht häufig die Nachfrage aus Ländern mit anderen Landeswährung zurück.

Zum anderen war am Markt von einer Gegenbewegung auf die jüngsten Preisaufschläge die Rede. In der vergangenen Woche hatte Rohöl von einer Lockerung der chinesischen Geldpolitik profitiert. Zudem wird auf weitere staatliche Hilfen spekuliert. China ist einer der grössten Energieverbraucher der Welt. Die konjunkturelle Erholung von der einst strikten Corona-Politik fällt bisher aber schwach aus./bgf/stk