Die USA und der Iran kommen bei ihren Bemühungen um ein Ende des Kriegs nicht voran. Im Gegenteil: Über das Wochenende haben beide Länder ihre jüngsten Vorschläge gegenseitig zurückgewiesen. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die jüngste Antwort des Irans als «völlig inakzeptabel» und sprach weitere Drohungen gegen die Islamische Republik aus.

«Eine Öffnung der Strasse von Hormus und eine Normalisierung des Schiffsverkehrs sind nicht abzusehen», heisst es in einer Einschätzung der Deutschen Bank. Die zeige sich unter anderem in den Preisniveaus der Öl-Terminkontrakte bis zum Jahresende.

«Der Optimismus hinsichtlich eines unmittelbar bevorstehenden Abkommens zwischen den USA und dem Iran ist geschwunden», sagte Warren Patterson, Leiter der Rohstoffstrategie bei der Bank ING. Dies habe die Rohölpreise zuletzt weiter in die Höhe getrieben. Seiner Einschätzung nach dürften die Befürchtungen vor einer erneuten Eskalation «voraussichtlich zunehmen, was den Preisen weiteres Aufwärtspotenzial eröffnet».

Mit dem jüngsten Anstieg bewegt sich der Preis für Rohöl der Sorte Brent wieder in Richtung des Hochs, das im März zu Beginn des Iran-Kriegs bei etwa 120 Dollar je Barrel erreicht worden war./jkr/jsl/zb

(AWP)