Die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs haben am Wochenende keine Fortschritte gemacht. US-Präsident Donald Trump sieht Teherans jüngsten Vorschlag für ein Ende des militärischen Konflikts übereinstimmenden Medienberichten zufolge skeptisch. Er habe den Vorschlag zwar nicht direkt abgelehnt, aber er hege Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Entwurf sieht Medienberichten zufolge eine Öffnung der Strasse von Hormus und ein Ende des Kriegs vor - über das umstrittene iranische Atomprogramm soll dann erst im Anschluss verhandelt werden.
Eine Öffnung der Strasse von Hormus ist weiterhin nicht in Sicht. Wegen der Lage im Nahen Osten droht der Welt nach Ansicht des Präsidenten der Eurogruppe, Kyriakos Pierrakakis, eine historische Notlage. «Wenn die Strasse von Hormus nicht rasch wieder vollständig geöffnet wird, hat diese Krise das Potenzial, die grösste Energiekrise überhaupt zu werden», sagte Pierrakakis in Athen. Die Ausfälle bei Öl und Gas könnten grösser sein als in früheren Krisen etwa in den 1970er Jahren oder nach Beginn des Ukraine-Kriegs./jsl/la/nas
(AWP)
