Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs bestätigten sich zuletzt nicht. Die Lage verschärfte sich sogar wieder. Das US-Militär hatte nahe der Strasse von Hormus eine iranische Stellung angegriffen, von der aus Drohnen gesteuert wurden. Zudem seien vier Drohnen abgeschossen worden, die eine Bedrohung für die USA darstellten, teilte ein US-Beamter mit. Aus Sicht des US-Präsidenten ist der Verhandlungsstand zu einem möglichen Ende des Iran-Kriegs noch nicht zufriedenstellend. Donald Trump erneuerte die Drohung, dass man entweder eine Vereinbarung abschliessen oder weiter kämpfen werde - er sprach davon, dann «die Sache zu Ende» zu bringen.

Die faktische Blockade der Strasse von Hormus belastet die Weltwirtschaft massiv - und ist für den Iran das Druckmittel schlechthin in den Verhandlungen. Trotz der jüngsten Preisreaktion steuert Rohöl weiter auf den zweiten Wochenverlust in Folge zu. Laut Chris Weston, Forschungsleiter bei Pepperstone in Melbourne, wird an den Märkten weiterhin mit einem Abkommen gerechnet. Dort herrsche die Sichtweise, dass das Glas halb voll sei. Es gebe jedoch weiterhin ein klares Risiko, dass die Parteien die Verhandlungen abbrächen./jsl/he

(AWP)