Das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken hatte seit Samstag vergangener Woche Spanien besucht. Ursprünglich sollte er am Abend gegen 20 Uhr mit seiner Delegation aus dem Vatikan und zahlreichen Journalisten an Bord zurück in Rom sein. Wegen länger dauernder Termine hatte er am Freitagnachmittag ohnehin bereits eine Stunde Verspätung. Über die Art der technischen Probleme gab der Kapitän über das Bordmikrofon keine Auskunft.
Kritik an Schleuserbanden
Zuvor hatte Leo auf den Kanaren zum wiederholten Male Schleuserbanden und andere Profiteure von Migration kritisiert. Bei einem Treffen mit Migranten und Integrationshelfern auf der Plaza del Cristo de La Laguna auf Teneriffa sagte der Pontifex: «Hört auf damit! Bekehrt euch!» Der Appell richte sich «an diejenigen, die Todesrouten organisieren, Menschenhandel betreiben, Dokumente einbehalten, Arbeiter ausbeuten, Frauen bedrohen, Familien betrügen und das Leid anderer zum Geschäft machen».
Zum Abschluss seines Aufenthalts nahm der Papst auch Bezug auf Leistungsgesellschaft und Massentourismus, der inzwischen auch auf den Kanaren Probleme bereitet und Unmut auslöst. «Wie wichtig ist es, besonders für diejenigen, die sich am Evangelium orientieren, nicht alles auf Handel und Gewinn zu reduzieren.»/cs/rme/er/DP/zb
(AWP)
