Die sogenannten Kapitalzusagen beliefen sich im Evergreen-Bereich derweil auf 4,2 Milliarden. Die Nettozuflüsse fielen jedoch angesichts der Rücknahmen unter dem Strich nur moderat positiv aus.

Bei den «Evergreens» handelt es sich um offene Investmentfonds, welche nicht auf eine bestimmte Laufzeit beschränkt sind. Durch die Wertsteigerung kommt es zu Auszahlungen. Dadurch ergibt sich ein breiterer und einfacherer Zugang - vor allem auch für Privatinvestoren.

Tiefer Performance-Fees-Anteil

Wegen der zeitlich bedingten geringeren Veräusserungsaktivitäten bei Direktinvestitionen und der schwächeren Portfolioperformance bei den reiferen Evergreen-Strategien geht Partners Group für das erste Halbjahr von einem Anteil der Performanceerträge unter 20 Prozent der Gesamteinnahmen aus. Das dürfte auch auf dem Halbjahresergebnis lasten, welches am 1. September kommuniziert werden soll.

In Aussicht gestellt waren mittel- und langfristig 25 bis 40 Prozent. Angesichts gewisser Vorzieheffekte im Jahr 2025 hatte das Management aber für das Gesamtjahr 2026 bereits mit einem Anteil der Performance-Erträge am unteren Ende der Spanne gerechnet. Nun fällt dieser im ersten Semester gar auf unter 20 Prozent.

Auswirkungen für H2 bestätigt

Bestätigt wurden am Mittwoch frühere Aussagen zum Ausblick: Für die zweite Jahreshälfte 2026 rechnet der Asset Manager weiterhin damit, dass das Nettowachstum der verwalteten Vermögen durch die Entwicklungen bei den Evergreen-Fonds um 1 bis 2 Prozent gebremst wird. Auch für das Gesamtjahr 2027 werde ein ähnlicher Effekt erwartet.

Anfang Juni waren beim Zuger Vermögensverwalter erhöhte Rücknahmeforderungen für mehrere seiner Evergreen-Fonds bekannt geworden. Partners Group verwies auf die branchenweit erhöhte Volatilität bei den Mittelzuflüssen in offene Evergreens: Der Trend habe mit Private-Credit-Vehikeln begonnen und sei nun auch auf Private Equity übergeschwappt, hiess es damals.

ys/cg

(AWP)