Damit würde der Abbau rund ein Viertel des gesamten Personals von Takeda in Opfikon treffen. Der Pharmakonzern beschäftigt dort derzeit rund 1100 Mitarbeiter. Bei den Betroffenen fallen entweder ihre Funktionen weg oder der Inhalt ihrer Stellen wird sich zu mehr als 50 Prozent verändern.

Derzeit laufe ein Konsultationsverfahren, das die Auswirkungen der Veränderungen auf die Mitarbeiter so weit als möglich begrenzen solle, erklärte der Sprecher. Es existiere ein Sozialplan zur Unterstützung der Betroffenen.

«Gleichzeitig entstehen aber auch neue Stellen», sagte der Sprecher, ohne Zahlen zu nennen. Diese würden insbesondere auch im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Markteintritt neuer Produkte geschaffen.

Weltweite Restrukturierung

Grund für die Streichungen sei die konzernweite Restrukturierung, mit der Takeda seine Wettbewerbsfähigkeit stärken und sein Wachstum beschleunigen wolle, hiess es. Insgesamt will der Pharmahersteller rund 4500 Arbeitsplätze wegsparen, wie Takeda am Vortag bei der Publikation seines Jahresergebnisses bekannt gab. Ende März hatte das Unternehmen 49'100 Angestellte.

Die neue Konzernchefin Julie Kim, die im Juni ihr Amt antreten wird, hat bereits im Januar eine neue Organisationsstruktur angekündigt. Damit sollen Arbeitsweisen standardisiert und vereinfacht werden.

Takeda will seine Ressourcen und Technologieinvestitionen vermehrt in die Weiterentwicklung der Produktpipeline stecken, wie der Sprecher erklärte. Die Mittel sollen für die bevorstehende Lancierung von mehreren Medikamenten verwendet werden, darunter die Arzneien Oveporexton, Rusfertide und Zasocitinib.

Bereits vor zwei Jahren hatte Takeda ein grosses Restrukturierungsprogramm aufgelegt, das den Abbau von rund 4000 Arbeitsplätzen weltweit vorsah. Für Opfikon wurde damals ein Abbau von bis zu 120 Stellen angekündigt.

jb/

(AWP)