Betroffen sind laut Gewerkschaft weiterhin die Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline. Die Piloten des Ferienfliegers Eurowings sollten hingegen am Dienstag ihre Arbeit wieder aufnehmen.
Auch am Mittwoch und Donnerstag ist mit einer ähnlichen Situation zu rechnen: Die Kabinengewerkschaft Ufo hat die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von Lufthansa und Cityline zu einem zweitägigen Streik aufgerufen. Mit dieser fünften Streikwelle des fliegenden Personals wird der Festakt zum 100. Jahrestag der Gründung der ersten Lufthansa an diesem Mittwoch überschattet. Die Gewerkschaften planen eine Kundgebung vor der Unternehmenszentrale am Frankfurter Flughafen.
Zehntausend Passagiere betroffen
An den grossen Drehkreuzen Frankfurt und München wurden für Dienstag erneut jeweils hunderte Starts und Landungen abgesagt. An jedem Streiktag sind mehrere zehntausend Passagiere gezwungen, ihre Reisepläne zu ändern.
Betroffen ist auch die Schweiz: Am Flughafen Genf wurden insgesamt vier Flüge - eine Verbindung nach Frankfurt, eine nach München - als gestrichen gemeldet. Am Flughafen Basel wurden drei Ankünfte und drei Abflüge der Lufthansa nach München und eine Verbindung von und nach Frankfurt annulliert.
Es handelt sich bereits um die dritte Streikrunde der Piloten im laufenden Jahr. In der vergangenen Woche hatten zudem die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter gestreikt.
Zwischen den Tarifparteien sind die Fronten verhärtet. Während die Vereinigung Cockpit (VC) Angebote zu den strittigen Fragen um Betriebsrenten und Einkommen verlangt, lehnt das Management deutliche Kostensteigerungen bei der Kerngesellschaft ab. Jeder Streik verkleinere die betroffene Fluggesellschaft, hatte Personalchef Michael Niggemann gewarnt.
Tourismusbranche beklagt Millionenkosten
Kritik am Kurs der Gewerkschaften kam auch vom Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW). «Solche Streiktiraden, wie derzeit im Luftverkehr, verursachen Schaden in Millionenhöhe in der Tourismuswirtschaft», sagte Präsident Sören Hartmann. «Ganz zu schweigen vom Imageschaden für den Standort Deutschland in der Welt.»
Zu den entstandenen Streikkosten wollte sich die Lufthansa-Gruppe vor Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal 2026 auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA nicht äussern. Vor zwei Jahren sollen die Arbeitskämpfe das Unternehmen Kosten im dreistelligen Millionenbereich verursacht haben.
(AWP)

