Athen hat in den vergangenen Jahren einen 37,5 Kilometer langen, etwa fünf Meter hohen Stahlzaun entlang seichter Stellen des Grenzflusses Evros (türkisch: Meric) gebaut. Damit sollen Migranten daran gehindert werden, aus der Türkei nach Griechenland und damit in die EU zu kommen.
Der griechische Grenzschutz hat im vergangenen Jahr nach offiziellen Angaben etwa 256 000 Migranten daran gehindert, diesen Grenzfluss zu überqueren. Gleichzeitig seien 1300 Schleuser festgenommen worden. Menschenrechtsorganisationen werfen Athen vor, Menschen, die auf eine bessere Zukunft in Europa hoffen, illegal zurück in die Türkei zu drängen (Pushbacks). Dies dulde im Stillschweigen auch die EU, heisst es.
(AWP)