Der Markt für grüne Anleihen sei sowohl in der Schweiz als auch international in den letzten Jahren stark gewachsen, schreibt der Bundesrat. Dabei spielten namentlich staatliche Emittenten eine wichtige Rolle.

Emittenten können mittels grüner Anleihen Geld am Kapitalmarkt aufnehmen. Im Unterschied zu konventionellen Anleihen kann aber über das aufgenommene Kapital nicht frei verwendet werden. Dazu gehören laut dem Bundesrat beispielsweise die Förderung erneuerbarer Energien, die Steigerung der Energieeffizienz, die Erhaltung der Biodiversität oder der Bau von umweltfreundlichen Gebäuden.

Die Emission von solchen grünen Anleihen ("Grüne Eidgenossen") sollen laut der Mitteilung die Anwendung internationaler Standards in der Schweiz stärken. Der Bundesrat könne damit auch dazu beitragen, dass Akteure des Privatsektors zur Ausgabe grüner Anleihen ermutigt werden. "Grüne Eidgenossen" werden allein keine direkte Umweltwirkung haben, räumt er ein: Für konkrete Massnahmen hinsichtlich Klima- und Umweltschutz seien politische Entscheide erforderlich.

Die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) soll nun in Zusammenarbeit mit dem Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) ein Rahmenwerk zur Emission "Grüner Eidgenossen" erarbeiten und dem Bundesrat bis Ende 2022 zum Entscheid unterbreiten.

tp/bol

(AWP)