+++Coronavirus-Update+++ - Corona: BAG meldet 1792 neue Fälle in der Schweiz - Mehr Covid-19-Ansteckungen und Spitaleintritte im Wochenvergleich - Erneute Probleme bei der Ausstellung von Zertifikaten - USA ordern 50 Millionen weitere Kinderimpfdosen von Biontech

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28.10.2021 17:58
Corona-Testcenter bei der Autobahnraststätte Würenlos.
Corona-Testcenter bei der Autobahnraststätte Würenlos.
Bild: imago images / Geisser

Zum Coronavirus-Update vom Freitag, den 29. Oktober, geht es hier.

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18:00

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Donnerstag einen deutlichen Anstieg der Corona-Infektionen gemeldet. Innerhalb eines Tages wurden 28'037 neue Positiv-Tests registriert - 11'960 mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg sprunghaft auf 130,2 von 118,0 am Vortag. 126 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) wuchs die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen am Donnerstag auf 1800 - den höchsten Stand seit dem 6. Juni.

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17:25

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder äussert sich besorgt: "Leider entwickelt sich die Coronalage so schlecht, wie es zu befürchten war", schreibt er auf Twitter. "In Hotspots laufen Krankenhäuser voll, immer mehr junge Menschen sind betroffen." Impfen bleibe der Schlüssel. "Langzeitfolgen hat nur Corona und nicht das Impfen", mahnt der CSU-Chef offenbar in Anspielung an die Aussagen des Fussballspielers Joshua Kimmich vom FC Bayern München, der eine Impfung wegen möglicher "Langzeitfolgen" bislang abgelehnt hat.

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16:50

Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), sieht die Intensivmedizin wegen Corona derzeit "in der absurden Situation". "Wir haben zwar nur rund 1600 COVID-19-Patienten auf den Intensivstationen behandeln müssen, gleichzeitig fehlen uns aber mehr als 4000 Betten im Vergleich zum letzten Jahr", sagt der DIVI-Chef  der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir werden alle Patienten versorgen können, da bin ich mir sicher. Aber es werden hierzu wieder Operationen abgesagt wie auch Pflegepersonal aus anderen Bereichen abgezogen werden müssen." Er erwarte keinen Winter, "der sich gross von den letzten zwei erlebten unterscheidet".

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14:05

Die USA haben bei BioNTech und Pfizer weitere 50 Millionen Kinderimpfdosen des Covid-19-Impfstoffs der beiden Partner bestellt. Diese Impfdosen sind zur Impfung von Kindern, einschliesslich Kindern unter fünf Jahren, gedacht, wenn das Vakzin für den Einsatz bei diesen die noch nötige Freigabe erhält. Die US-Regierung hat sich damit insgesamt seit Beginn der Pandemie 600 Millionen Impfdosen bei den beiden Unternehmen gesichert, darunter sind Dosen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder.

Biontech und Pfizer erwarten, die nun bestellten Kinderimpfdosen bis Ende April nächsten Jahres liefern zu können. "Diese Liefervereinbarung wird dazu beitragen, allen Kindern unter 12 Jahren in den Vereinigten Staaten ein Impfangebot zu machen", sagte BioNTech-Chef Ugur Sahin.

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13:50

Bei der Ausstellung von Covid-Zertifikaten ist es am Donnerstag zu einer Störung gekommen, wie das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation auf Twitter schreibt. Das Amt arbeite "intensiv an der Behebung". Die Überprüfung der Covid-Zertifikate sei nicht betroffen. In den letzten Tagen ist es bereits zweimal zu technischen Problemen beim Zertifikat gekommen.

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13:30

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden 1792 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages registriert. Dies geht aus den heute Donnerstag veröffentlichten Angaben auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hervor. Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 1388. Gestern lag dieser Schnitt noch bei 1343, vor einer Woche bei 1068. Zudem wurden 18 neue Spitaleinweisungen und 8 neue Todesfälle gemeldet. Bislang sind 63,33 Prozent der Schweizer Bevölkerung vollständig geimpft.

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11:45

Die Zahl neuer Ansteckungen mit dem Coronavirus und die Zahl der Spitaleintritte im Zusammenhang damit hat in der Schweiz in der vergangenen Woche zugenommen. Die Zahl der Todesfälle hingegen blieb etwa gleich, und die Zahl der an Covid-19 Erkrankten auf den Intensivstationen sank gemäss dem Wochenbericht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Für die Berichtswoche vom 18. bis 24. Oktober wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 8695 laborbestätigte Covid-19-Fälle gemeldet, wie das BAG am Donnerstag schreibt. Dies entspreche einem signifikanten Anstieg.

Die Inzidenz der laborbestätigten Fälle lag in den Kantonen und im Fürstentum Liechtenstein zwischen 40 im Tessin und 454 Fällen in Appenzell Innerrhoden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohnern und Woche. Bisher wurden für die Berichtswoche 135 Spitaleintritte im Zusammenhang mit einer laborbestätigten Infektion durch Sars-CoV-2, dem Erreger von Covid-19, gemeldet. In der Vorwoche waren es zum gleichen Zeitpunkt 114 Spitaleintritte gewesen.

Die durchschnittliche Zahl der Patientinnen und Patienten mit einer laborbestätigten Sars-CoV-2-Infektion auf einer Intensivpflegestation hat in der Berichtswoche mit 107 im Vergleich zur Vorwoche (129) um 17 Prozent abgenommen. Für die Woche vom 18. bis 24. Oktober wurden dem BAG bisher 27 Todesfälle im Zusammenhang mit einer laborbestätigten Sars-CoV-2-Infektion gemeldet. In der Vorwoche waren es 28 Todesfälle gewesen. In der Berichtswoche ist trotz der zu erwartenden Nachmeldungen nicht mit einer Erhöhung im Vergleich zur Vorwoche zu rechnen. wie das BAG schreibt.

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09:45

Italiens Regierung will mit einem Dekret und einer Gesetzesvorlage seinen Finanzierungszielen im Hinblick auf den Corona-Wiederaufbauplan in diesem Jahr näher kommen. Der Ministerrat unter Regierungschef Mario Draghi stimmte am Mittwochabend Massnahmen für die Bereiche Tourismus, Digitalisierung und Menschen mit Behinderung zu, teilte die Regierung mit. Damit will Rom weitere acht der bis Ende dieses Jahres angepeilten 51 Ziele aus dem Wiederaufbauplan erfüllen.

Für den Tourismus beschlossen die Minister in dem Dekret ein 2,4 Milliarden Euro schweres Paket. Mit den Geldern will die Regierung unter anderem die Digitalisierung in der Branche fördern und Unternehmen unterstützen, zum Beispiel durch Zuschüsse für Modernisierungen der Unterkünfte oder Steuergutschriften. Teil des Dekrets ist auch, 70 Prozent der Menschen in Italien durch Weiterbildung bis 2026 digital fit zu machen. Ausserdem sollen die Bürger gewisse Behördengänge auch online erledigen können.

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07:30

In den USA steigt die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages um mehr als 117'000 auf rund 45,84 Millionen. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten der Gesundheitsbehörden. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt um mindestens 2018 auf 743'903. Die deutlich ansteckendere Delta-Variante des Virus hat Ökonomen zufolge das Wirtschaftswachstum in den USA im dritten Quartal wahrscheinlich deutlich gebremst. Vermutlich wird der auf Donnerstag vorgezogene Bericht des Handelsministeriums auch eine hohe Inflation zeigen.

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06:30

Die SVP Aargau fasst zum Covid-19-Gesetz die Ja-Parole. Das beschloss der Parteitag am Mittwochabend knapp mit 48 zu 47 Stimmen. Die Aargauer Kantonalpartei ist die erste, die sich bisher dem Widerstand der Mutterpartei gegen das Gesetz entgegenstellt. Für das Covid-19-Gesetz sprachen sich der kantonale Gesundheitsdirektor Pierre Gallati (SVP) und Gemeindepolitiker aus. 

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06:00

Das Robert-Koch-Institut meldet 28'037 neue Positiv-Tests in Deutschland. Das sind 11'960 mehr als am Donnerstag vor einer Woche, als 16'077 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt sprunghaft auf 130,2 von 118,0 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100'000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 126 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden erhöht sich auf 95.485. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 4,5 Millionen Corona-Tests positiv aus.

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05:45

Das Corona-Vorzeigeland Neuseeland lockert ab dem 14. November erstmals seit Beginn der Pandemie seine Einreiseregeln. Jedoch dürfen weiterhin nur Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz in dem Pazifikstaat ins Land kommen. Statt 14 Tagen müssen sie demnächst nur noch sieben Tage in staatliche Quarantäne, bevor sie sich in eine dreitägige häusliche Isolation begeben. Weitere Lockerungen würden in Kraft treten, wenn 90 Prozent der Bevölkerung vollen Impfschutz gegen das Virus hätten, sagte der Minister zur Eindämmung der Corona-Pandemie, Chris Hipkins, am Donnerstag. Bislang sind 72 Prozent der fünf Millionen Einwohner vollständig geimpft.

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04:00

Singapur verzeichnet nach Angaben des Gesundheitsministeriums (MOH) mit 5324 neuen Fällen binnen Tagesfrist die meisten Neuinfektionen seit Beginn der Virus-Pandemie. "Die Infektionszahlen sind heute ungewöhnlich hoch, was vor allem auf die vielen positiven Fälle zurückzuführen ist, die von den Testlabors innerhalb weniger Stunden am Nachmittag festgestellt wurden", erklärt das MOH. Der ungewöhnliche Anstieg innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums werde derzeit noch untersucht. Etwa 84 Prozent der Bevölkerung Singapurs sind geimpft.

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02:30

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnt wegen steigender Corona-Zahlen vor einer hohen Auslastung der Intensivstationen, durch die erneut nicht dringend notwendige Operationen verschoben werden müssen. "Wir befinden uns in einer kritischen Situation der Pandemie", sagt Verbandschef Gerald Gass dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). Die Zahl der mit einer Covid-Infektion im Krankenhaus versorgten Patienten sei binnen einer Woche deutlich gestiegen. So seien knapp 40 Prozent mehr Patienten auf der Normalstation als noch vor einer Woche. Auf den Intensivstationen seien es 15 Prozent mehr. Auch wenn die Krankenhäuser dies leisten können, werde es nicht ohne Einschränkung des Regelbetriebs ablaufen. Dann müssten die Mediziner in den Kliniken wieder planbare, weniger dringliche Behandlungen verschieben.

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00:30

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will einem Medienbericht zufolge möglichst noch vor Weihnachten eine Empfehlung zum Impfstoff von BioNTech/Pfizer für Kinder von fünf bis elf Jahren abgeben. "Der derzeitige Zeitplan für die Bewertung beträgt ungefähr zwei Monate" zitiert das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) die EMA in einem Vorabbericht.

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Beim Klick auf die Karte erscheint die Übersicht zur weltweiten Entwicklung der Johns Hopkins University.

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(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)