+++Coronavirus-Update+++ - Corona: BAG meldet 3297 neue Fälle - Wieder Störungen beim Covid-Zertifikat - Lebenserwartung wegen Pandemie in der Schweiz tiefer

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
25.10.2021 18:07
Covid-App und Zertifikat: Je schneller die Pandemie endet, desto eher verschwinden sie wieder von den Smartphones.
Covid-App und Zertifikat: Je schneller die Pandemie endet, desto eher verschwinden sie wieder von den Smartphones.
Bild: Bloomberg

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Das Coronavirus-Update vom Dienstag, den 26. Oktober, finden Sie hier.

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18:05

In Dänemark steigen die Corona-Zahlen. Das dänische Gesundheitsamt meldete heute 1411 neue Fälle innerhalb eines Tages – die höchste Zahl seit Januar. Seit einer Woche liegen die Zahlen wieder im vierstelligen Bereich.  Dänemark hatte am 10. September die letzten Corona-Beschränkungen aufgehoben und dies mit der hohen Impfquote begründet. Bis Mitte Oktober waren die Zahlen trotz der Lockerungen nicht angestiegen. 

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17:25

Die Stadt Zug zahlt den Pflegekräften einen Corona-Bonus von insgesamt 150'000 Franken aus. Das Geld stammt aus dem Überschuss der Jahresrechnung 2020 und wird über den Arbeitgeber ausbezahlt, dies schreibt das "SRF".  Alle Institutionen müssen einen Bericht schreiben und offenzulegen, wie das Geld zu Gunsten des Pflegepersonals verwendet wurde.

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16:45

Moderna strebt nach positiven Studienergebnissen eine Zulassung seines Covid-19-Impfstoffs zum Einsatz bei Kindern an. In der Phase-2/3-Studie mit Kindern im Alter von sechs bis elf Jahren sei das Vakzin gut vertragen worden und habe eine starke Immunantwort erzeugt, teilt der US-Biotechkonzern mit. Moderna wolle die Daten in Kürze bei der amerikanischen und europäischen Arzneimittelbehörde sowie weiteren Aufsichtsbehörden vorlegen.

In der Studie wurden den Kindern zwei Dosen von je 50 Mikrogramm verabreicht - halb so viel wie die Dosis für Erwachsene. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählten Müdigkeit, Kopfschmerzen, Fieber und Schmerzen an der Injektionsstelle. Für den Einsatz ab zwölf Jahren ist der Impfstoff in der EU bereits freigegeben.

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16:15

Beim Schweizer Covid-Zertifikat kam es am Montag erneut zu Störungen, dies berichtet der "Blick".  Anders als bei der letzten Störung am Freitag vor einer Woche seien dieses Mal allerdings nur wenige Nutzer betroffen. Das Bundesamt für Informatik bestätigt die Probleme auf Twitter und schreibt, man arbeite "mit Hochdruck an der Behebung der Störung". Betroffen waren demnach sowohl die Zertifkats- als auch die Kontroll-App.

Kurze Zeit später meldete das Bundesamt wiederum auf Twitter, dass die Störung behoben sei. 

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15:50

Die Kontroverse um den Impfstatus vom deutschen Fussball-Nationalspieler Joshua Kimmich zieht immer weitere Kreise: Der Bayernprofi hatte am Wochenende in einem Interview bestätigt, dass er nicht geimpft sei. Jetzt fordert ihn die deutsche Bundesregierung indirekt auf, sich impfen zu lassen.

Kimmich habe als Spieler des FC Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft eine Vorbildfunktion, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Insofern hoffe er, dass Kimmich alle verfügbaren Informationen über die in der EU zugelassenen Impfstoffe "noch einmal auf sich wirken lässt". Die Impfquote sei entscheidend dafür, wie das Zusammenleben in Deutschland organisiert werden könne.

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15:25

In Russland sind mit 3'930 Fällen die meisten Neuinfektionen binnen 24 Stunden seit Ausbruch der Pandemie registriert worden. Das teilt die für die Corona-Seuche zuständige Arbeitsgruppe der Regierung mit. Es wird damit gerechnet, dass die Behörden angesichts steigender Infektionsraten und geringer Impfbereitschaft strengere Massnahmen einführen werden.

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13:35

Vom 18. Oktober bis 24. Oktober sind in der Schweiz 144'723 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Damit sind 62,9 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag auf seiner Website veröffentlichte.

Pro Tag wurden letzte Woche durchschnittlich 20'675 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfkadenz um 15 Prozent.

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13:30

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden 3297 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb von 72 Stunden registriert. Dies geht aus den heute Montag veröffentlichten Angaben auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hervor.

Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 1249. Am Freitag lag dieser Schnitt noch bei 1116, vor einer Woche bei 894.

Zudem wurden 49 neue Spitaleinweisungen und 15 neue Todesfälle gemeldet. Bislang sind 62,86 Prozent der Schweizer Bevölkerung vollständig geimpft.

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13:00

In China treten Covid-Ausbrüche häufiger auf als je zuvor. Die Inzidenz in Deutschland ist so hoch wie seit Mai nicht mehr. In Lettland sind Restaurants und Friseursalons geschlossen, Schulunterricht findet nicht statt. Es ist die extremste Reaktion auf das Wiederauflammen der Pandemie, das Länder von Grossbritannien über Russland bis Singapur erfasst hat.

Bloombergs Markets Live Blogger haben die Zunahme der Covid-Fälle zur «grössten Sorge der Woche» gewählt. Dabei gehe es weniger um die Schwere der Ausbrüche, als vielmehr um die politischen und verhaltensbezogenen Reaktionen. Mehr Lockdowns und mehr Rückzug ins Private könnten Auswirkungen auf Wachstum und Märkte haben. 

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11:00

Wegen der Corona-Pandemie ist die Lebenserwartung im Jahr 2020 gesunken. Für Männer, die 2020 geboren wurden, ging die Lebenserwartung um 0,9 Jahre auf 81 Jahre zurück, für Frauen um ein halbes Jahr auf 85,1 Jahre. Eine Abnahme der Lebenserwartung ab Geburt gab es in der Schweiz seit Jahrzehnten nicht mehr.

Das erste Corona-Jahr weist zudem einen Rekord bei der Anzahl Todesfälle seit 1876 aus. Damals begannen die Zivilstandsämter mit der Erfassung der Todesfälle. Fast 76'200 Personen sind im Jahr 2020 verstorben. Im Jahr 2019 waren es fast 8'500 Verstorbene weniger, nämlich 67'780 Verstorbene. Von den 76'200 Personen im Jahr 2020 verstorbenen Personen sind gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) 7600 in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Mehr dazu hier.

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08:05

China stemmt sich mit strengen Massnahmen gegen eine neue Welle von Corona-Infektionen. Behörden ordneten am Montag den Lockdown des nordchinesischen Landkreises Ejin an, der sich im Grenzgebiet zur Mongolei befindet. Zehntausende Menschen wurden aufgefordert, ihre Wohnungen nicht mehr zu verlassen. Aus Ejin stammen rund ein Drittel der etwa 150 Infektionen, die seit der vergangenen Woche in China registriert wurden.

Mehr dazu hier.

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07:40

In Polen steigt die Rate der täglichen Corona-Infektionen im Vergleich zur Vorwoche um 90 Prozent. Es gebe einen starken Aufwärtstrend, sagt der stellvertretende Gesundheitsminister Waldemar Kraska im Sender Polskie Radio 1. Die vierte Welle der Pandemie nehme an Umfang zu.

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07:35

Südkoreas Präsident Moon Jae In kündigte für November eine "allmähliche Rückkehr zum normalen Leben" nach der Pandemie an. Während einer Haushaltsrede im Parlament am Montag sagte Moon, dass der Schulunterricht in Klassenzimmern wieder vollständig aufgenommen werde und auch Gemeinschaftszentren für Senioren auf Normalbetrieb umstellen würden. Gleichzeitig betonte der 68-Jährige, dass einige epidemiologische Massnahmen auf absehbare Zeit weiterhin in Kraft bleiben werden, darunter die Maskenpflicht.

 

 

Am Samstag hatten Südkoreas Gesundheitsbehörden verkündet, über 70 Prozent der Bevölkerung von rund 52 Millionen vollständig geimpft zu haben. Die im Februar begonnene Impfkampagne lief zunächst schleppend an, nahm jedoch aufgrund gestiegener Impfstofflieferungen in den letzten Monaten deutlich Fahrt auf.

Südkorea ist bislang im internationalen Vergleich gut durch die Pandemie gekommen. Die täglichen Infektionszahlen blieben dank vieler Tests und schneller Kontaktverfolgung der Behörden durchgehend niedrig, ohne dass jemals flächendeckende Lockdowns verhängt wurden. Seit diesem Sommer jedoch kämpft das Land mit einer vierten Corona-Welle, im Zuge derer sich die täglichen Infektionszahlen wieder deutlich erhöht haben. Am Montag meldeten die Behörden 1423 Ansteckungen und 21 Todesfälle.

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07:15

Für Gesundheitsminister Alain Berset gibt es keine Alternative zu einer hohen Impfquote und einer neuen Impfoffensive. Auch an der Zertifikatspflicht will er einstweilen festhalten. In einem Interview mit CH-Media warnt er vor Problemen bei Reisen ins Ausland, wenn es bei der Abstimmung über das Covid-Gesetz zu einem Nein kommen sollte.

"Was ist die Alternative? Mit der Schulter zucken und nichts tun?" Das sei keine Option, dies sähen die Kantone auch so. "Wir müssen noch einmal alles versuchen." Es würden sowieso alle mit dem Virus in Kontakt kommen. Die Frage sei einzig und alleine, wie die Immunisierung erfolgt: Per Impfung in einer kontrollierten, sicheren Weise oder per Infektion mit all den Risiken, die eine schwere Erkrankung mit sich bringt?

Eine Lockerung der Massnahmen sieht der Gesundheitsminister noch nicht vor. Dafür sei die Impfquote zu Beginn der kalten Jahreszeit noch zu tief. 

Mehr zum Thema hier.

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06:35

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor allem westliche Länder aufgerufen, bei Corona-Impfstofflieferungen zugunsten bedürftigerer Staaten zurückzustehen. "Die Pandemie wird enden, wenn die Welt sich entscheidet, sie zu beenden", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Sonntagabend bei der Gesundheits-Konferenz "World Health Summit" in Berlin. Man wisse von fast 50'000 registrierten Todesfällen pro Wochen - damit sei die Pandemie noch lange nicht vorbei.

Er erinnerte an das WHO-Ziel, wonach bis Jahresende mindestens 40 Prozent der Menschen in jedem Land geimpft sein sollen. "Dieses Ziel ist erreichbar", betonte Tedros. Länder, die bereits eine Impfquote von wenigstens 40 Prozent erreicht hätten - darunter alle G20-Staaten - sollten dem UN-Impfprogramm Covax oder der afrikanischen Initiative Avat bei Impfstofflieferungen den Vortritt lassen. "Kein Land kann die Pandemie isoliert vom Rest der Welt beenden", mahnte Tedros.

 

 

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06:00

Die Schweiz könnte am Anfang einer fünften Welle der Coronainfektionen stehen. Nach sinkenden Fallzahlen im September und Anfang Oktober ist es in der vergangenen Woche ein weiteres Mal zu einer "Trendwende" gekommen, wie BAG-Krisenchef Patrick Mathys sagte. In der Schweiz und in Liechtenstein wurden am Freitag  1288 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages registriert.  Damit lag der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 1116. Am Donnerstag hatte dieser Schnitt noch bei 1068, vor einer Woche bei 880 gelegen.

 

 

In Deutschland schnellen die Fallzahlen bereits wieder nach oben. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg am Wochenende auf 110 von 100. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100'000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 

Die Situation in der Schweiz ist aber nach wie vor nicht mit der Situation vergleichbar, die vor einem Jahr über das Land rollte. Bislang sind, Stand Freitag, 62,47 Prozent der Schweizer Bevölkerung vollständig geimpft. Noch nicht entschieden ist allerdings die Frage, wann die Drittimpfungen für besonders gefährdete Menschen beginnen sollen. 

Der Direktor der Heilmittelbehörde Swissmedic hat sich am Wochenende gegen den Vorwurf verteidigt, die Zulassung von Drittimpfungen gegen Covid-19 in der Schweiz schreite zu langsam voran. Man sei in dieser Frage auf die Pharmakonzerne angewiesen, sagte Raimund Bruhin der "NZZ am Sonntag". "Swissmedic ist alles andere als langsam", betonte Bruhin in dem am Sonntag veröffentlichten Interview. Die Impfstoff-Hersteller entschieden selbst, wann sie ihre Gesuche einreichten. Dies führe dazu, dass etwa die EU-Arzneimittelbehörde EMA und ihr US-amerikanisches Pendant die Anträge früher erhalten hätten.

Bei Swissmedic trafen die entsprechenden Zulassungsgesuche von Pfizer und Moderna laut Bruhin Mitte September ein. Die benötigten Daten würden jedoch gestaffelt in Paketen eingereicht. Mittlerweile sei die Begutachtung "weit fortgeschritten".

Mehr zum Thema "Booster"-Impfungen hier.

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05:00

Der Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri geht den Gründen nach, weshalb sich beim Eishockeymeister EV Zug gleich 4 von 32 Teammitgliedern trotz zweifacher Impfung mit dem Coronavirus infiziert haben.

Konkret lässt Hauri untersuchen, ob sich der Ausbruch mit dem Auftreten der neuen Unterart der Delta-Variante zusammen hängt. Diese Unterart ist unter der Bezeichnung AY.4.2 bekannt geworden und in Grossbritannien und Israel mehrfach diagnostiziert worden. Das Cluster beim EVZ lasse aufhorchen, hätten sich doch junge, gesunde Männer infiziert, deren Zweitimpfung nur wenige Monate zurückliege.

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04:55

Das Robert-Koch-Institut meldet 6573 neue Positiv-Tests in Deutschland. Das sind 2517 mehr als am Montag vor einer Woche, als 4056 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 110,1 von 106,3 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100'000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 17 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 95'117. Insgesamt fielen in Deutschland bislang rund 4,4 Millionen Corona-Tests positiv aus.

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Beim Klick auf die Karte erscheint die Übersicht zur weltweiten Entwicklung der Johns Hopkins University.

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13:20

Unter dem Dach des Schweizer Tourismus-Verbandes spricht sich eine breite Allianz von Verbänden für die Annahme des Covid-19-Gesetzes am 28. November aus. Ein Nein würde das Aus für das Covid-Zertifikat bedeuten, das die Reisefreiheit gewährleiste und ein wichtiges Instrument der Pandemiebekämpfung sei. Der Tourismus habe die Einführung des Covid-Zertifikats von Beginn weg befürwortet, schreibt das Tourismus-Komitee in eine Mitteilung vom Sonntag. Dieser Nachweis für geimpfte, genesene und getestete Personen habe im Frühling den Weg frei gemacht für einen schrittweisen Abbau der Schutzmassnahmen.

Das Covid-Zertifikat verhindere, dass bei einer Zuspitzung der Lage wieder strengere Schutzmassnahmen bis hin zu einem erneuten Lockdown nötig seien. Ein weiterer Lockdown wäre für den Tourismus fatal, heisst es. Das Zertifikat bilde in Pandemiezeiten die Basis zum grenzüberschreitenden Tourismus. Die Reisefreiheit als Voraussetzung für einen erfolgreichen Tourismusstandort Schweiz müsse erhalten bleiben.

Dem Komitee gehören unter dem Dach des Schweizer Tourismus-Verbands die Tourismusverbände HotellerieSuisse, Konferenz der regionalen Tourismusdirektoren RDK, Netzwerk Schweizer Pärke, Parahotellerie Schweiz, Schweizer Reise-Verband SRV, Seilbahnen Schweiz, Verband öffentlicher Verkehr VöV, Verband Schweizerischer Schifffahrtsunternehmen VSSU, Verband Schweizer Tourismusmanager VSTM und Zooschweiz an.

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7:45

In den USA registrieren die Gesundheitsbehörden innerhalb eines Tages 1903 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus. Die Gesamtzahl steigt auf 733'834, wie die US-Behörde CDC mitteilte. Insgesamt wurden demnach bislang 45,316 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Weltweit weisen die USA die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf.

(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)