+++Coronavirus-Update+++ - Coronavirus: 276 neue Ansteckungen in der Schweiz - Stadtpräsidentin sieht Zürich in «besorgniserregender Lage» und fordert Maskenpflicht für Läden - Belgien setzt Hälfte der Schweizer Kantone auf Warnliste

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
23.08.2020 19:11
Corona-Ermahnungsschild der Stadt Zürich bei der Fritschiwiese.
Corona-Ermahnungsschild der Stadt Zürich bei der Fritschiwiese.

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18:00

In Indien hat die Zahl der Corona-Fälle die Marke von drei Millionen überschritten. Indien verzeichnet seit fast drei Wochen den weltweit grössten täglichen Anstieg von Corona-Fällen. Das Land rangiert an dritter Stelle hinter Brasilien und den USA bei den weltweit höchsten Fallzahlen.

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16:00

Belgien hat seine orange Liste mit den Coronavirus-Risikogebieten auf sechs weitere Kantone ausgeweitet. Genf steht immerhin nicht mehr auf der roten Liste der Hochrisikogebiete. Gemäss der orangen Liste des Königreichs gilt für die betroffenen Kantone "erhöhte Wachsamkeit" bei Reisen. Bei den sechs neu hinzu gekommenen Kantonen handelt es sich um Appenzell-Ausserrhoden, Freiburg, Solothurn, Thurgau, Uri und Wallis. Bereits auf der Liste standen Basel-Stadt, Genf, Glarus, Luzern, Schaffhausen, die Waadt und Zürich. Gestrichen wurden demnach Schwyz und Zug.

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14:00

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sitzt auf 1500 unbezahlten Rechnungen für Rückführungsflüge für wegen der Covid-19-Pandemie gestrandete Touristen. Notfalls will es sich die Beträge auch mittels Betreibungen holen. Insgesamt stellte das EDA 7100 Rechnungen für Rückholflüge während der Pandemie aus, wie es zu einem Bericht der "SonntagsZeitung" auf Anfrage mitteilte. 1500 sind nach der Zahlungsfrist von dreissig Tagen noch nicht beglichen.

Darum verschickte das EDA Mahnungen an die Säumigen. Der ausstehende Betrag beläuft sich den Angaben zufolge auf 1,7 Millionen Franken. Die Gestrandeten mussten den Flug nicht im Voraus bezahlen. Sie verpflichteten sich aber auf einem Formular dem EDA gegenüber, die damals noch nicht bezifferten Kosten zu übernehmen.

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12:50

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Sonntag innerhalb eines Tages 276 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Am Samstag waren es 295 bestätigte Fälle gewesen, am Freitag 306.

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12:30

Russland will seinen in Entwicklung befindlichen Corona-Impfstoff rasche in die Massenproduktion bringen. Industrieminister Denis Manturow sagt der Nachrichtenagentur RIA zufolge, bis zum Jahresende sollen 1,5 bis zwei Millionen Dosen im Monat hergestellt werden. Diese Quote werde schrittweise auf sechs Millionen Dosen gesteigert. Grossangelegte Tests des Impfstoffkandidaten sollen kommende Woche in Russland beginnen.

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11:15

In Italien wird es nach Worten von Roberto Speranza trotz steigender Positiv-Tests keinen weiteren Lockdown geben. "Wir werden keinen neuen Lockdown haben", sagt Speranza der Tageszeitung "La Stampa". Die aktuelle Situation könne nicht mit der im Februar und März verglichen werden, als die Ausbreitung der Krankheit ausser Kontrolle gewesen sei. "Ich bin optimistisch, wenn auch vorsichtig. Unser heimisches Gesundheitssystem ist viel stärker geworden." Italien habe die Zahl der Betten auf Intensivstationen verdoppelt.

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11:00

In den deutschen Bundesländern wird angesichts der steigenden Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus der Ruf nach einem Verbot privater Partys lauter. Mehrere Gesundheitsminister der Länder sprachen sich in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" für einen solchen Schritt aus. "Private Feiern sind eine sehr grosse Gefahr", sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher der Zeitung. Am Donnerstag ist ein Spitzengespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder geplant. Dabei wird ein bundesweit einheitliches Vorgehen bei den nächsten Schritten angestrebt. Nonnemacher sagte, sollte die Zahl der Neuinfektionen weiter steigen, drohten erneut "harte Kontaktbeschränkungen. Das sollte allen bewusst sein". In den vergangenen Tagen war die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland binnen 24 Stunden auf bis zu über 2000 gestiegen.

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10:00

Schon lange wegen der Billigkonkurrenz aus dem Ausland unter Druck, hat das Coronavirus dem Glarner Textildruck den Todesstoss versetzt. Die Pandemie beendete eine Epoche von 280 Jahren, die den Kanton prägte und die Bevölkerung zu Pionieren machte. Zuerst informierte die Textilfabrik Jenny Fabrics in Ziegelbrücke, eine Weberei, sie stelle den Betrieb nach 186 Jahren Ende August ein. Dann ging die Mitloedi Textildruck in den Konkurs. Im Hochpreisland Schweiz ist das Geschäft mit Textilien schwierig geworden. Die Margen sind knapp, und Aufträge für die Grundauslastung wandern nach Asien ab. Sie führe seit drei Jahren einen Überlebenskampf, schrieb die Mitloedi Textildruck. Die Covid-19-Krise habe den Auftragseingang zusammenbrechen lassen.

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08:00

Angesichts steigender Fallzahlen von Neuinfektionen fordert Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch eine Ausweitung der Maskenpflicht beispielsweise in öffentlichen Gebäuden oder in Läden. Zürich befinde sich in einer besorgniserregenden Lage. "Wir müssen agieren, bevor uns die Kontrolle entgleitet", sagte Mauch in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag" (Artikel gebührenpflichtig). Je länger man bei steigenden Fallzahlen warte, desto schwieriger werde es. Ohne weitere Massnahmen könnten die Dinge innert Tagen aus dem Ruder laufen. Niemand habe ein Interesse daran, dass Zürich zum Risikogebiet erklärt werde. Und niemand wolle, dass immer mehr Menschen in Quarantäne müssten. Das würde auch den Unternehmen massiv schaden.

Die Maske schütze nicht total. Aber sie schütze überall. Andere Kantone wie Genf oder Basel setzten bereits darauf. Die Pandemie sei nicht vorbei. "Wir müssen wachsam und vorsichtig bleiben. Insofern hat die Maske auch eine symbolische Bedeutung. Sie macht die Präsenz des Virus sichtbar", sagte Mauch. Sie habe Regierungspräsidentin Silvia Steiner die Bedenken der Stadtregierung mitgeteilt.

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06:00

In Frankreich zirkuliert das Coronavirus nach den Worten von Gesundheitsminister Olivier Veran vier Mal häufiger in der Bevölkerungsgruppe unter 40 Jahren als bei den über 65-Jährigen. Auch unter den Älteren und Risikogruppen sei das Virus jedoch auf dem Vormarsch, warnt er in einem Interview des "Journal Du Dimanche". "Wir sind in einer riskanten Situation."

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05:45

Der Lockdown im Zuge der Coronakrise wirkt sich auch auf den Schweizer Immobilienmarkt aus. Immer mehr Menschen wollen laut "SonntagsBlick" raus aus den Zentren und ab aufs Land. Die Schweizer Immobilien-Portale vermelden eine markante Zunahme der Besuche. Rund 8 Millionen Aufrufe habe ImmoScout24 allein im Juni verzeichnet. Das seien 62 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Ziel der Suchenden seien Regionen ausserhalb der Zentren. Einen massiven Anstieg der Suchanfragen gebe es in den Tourismusgebieten sowie in kleinen und mittelgrossen Städten inklusive Umland.

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05:30

Die Aktienmärkte erholen sich im Zug der Coronakrise weiter. Der New Yorker Börsenindex S&P 500 hat in dieser Woche mit einem neuen Rekordwert zu seiner Form aus Zeiten vor der Pandemie zurückgefunden. Während das Coronavirus weltweit und vor allem in den USA weiter auf dem Vormarsch ist, liess das breit gefasste Börsenbarometer die drastischen Verluste der vergangenen Wochen gänzlich hinter sich. Seit dem Tiefpunkt am 23. März hat der Index 55 Prozent zugelegt. Die Schweizer Leitindex Swiss Market Index stieg in der abgelaufenen Woche 0,5 Prozent.

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05:15

Die Passagierzahlen im öffentlichen Verkehr nehmen mit dem Ende der Schulferien in allen Kantonen wieder deutlich zu. Bei den SBB beträgt die Auslastung der Züge aktuell rund 70 Prozent im Fern- und 75 Prozent im Regionalverkehr, zitiert der "SonntagsBlick" SBB-Sprecher Reto Schärli. Vor den Sommerferien lag die Auslastung im Vergleich zur Vorjahresperiode bei rund 55 Prozent im Fern- und 65 Prozent im Regionalverkehr. Auch Postautos, Privatbahnen und Städtische Verkehrsbetriebe verzeichnen eine wachsende Zahl an Passagieren. Der Trend gehe in die richtige Richtung, hiess es.

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05:00

US-Präsident Donald Trump macht bei der Entwicklung und Zulassung eines Corona-Impfstoffs Druck auf die zuständige Bundesbehörde. Bei der Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) erschwerten ihm feindlich gesinnte Beamte die Entwicklung von Corona-Medikamenten und Impfstoffen, damit es vor der Wahl am 3. November keine Erfolgsmeldung geben könne, behauptete Trump am Samstag auf Twitter. Die Vertreter des "tiefen Staates, oder wer auch immer", machten es den Pharmaunternehmen schwer, Probanden für Medikamente und Impfstoffe zu bekommen, schrieb er weiter.

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04:00

In Deutschland sind weitere 782 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt, steigt damit die Gesamtzahl auf 232'864. Den Angaben zufolge starben zwei weitere Menschen, die positiv auf das Virus getestet wurden. Insgesamt zählt das RKI nun 9269 Todesfälle.

Eine aktuelle Übersicht zu den Coronavirus-Fällen weltweit gibt es bei der Johns Hopkins Universität.

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03:00

Die Zahl der Corona-Toten in Mexiko hat die Marke von 60'000 überschritten. 644 weitere Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, berichtet das Gesundheitsministerium des Landes. Die Gesamtzahl der Toten liege damit bei 60'254. Die Zahl der bestätigten Infektionen steige um 6482 auf 556'216 Fälle.

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00:00

Der chinesische Dissident und Künstler Ai Weiwei hat einen Dokumentarfilm über den Lockdown in Wuhan veröffentlicht - der Stadt, in der das Coronavirus erstmals nachgewiesen worden war. Der 62-Jährige habe von Europa aus die Regie und Produktion der 115-minütigen Dokumentation geführt, hiess es auf der Internetseite zu dem Film. Für die Dreharbeiten von "Coronation" seien "gewöhnliche Bürger" vor Ort zuständig gewesen.

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(cash/Reuters/AWP/SDA/Bloomberg)