+++Coronavirus-Update+++ - Coronavirus: Maskenpflicht an Bord von Lufthansa-Flugzeugen - Swiss entscheidet später - Noch drei neue Ansteckungen in der Schweiz

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
02.06.2020 17:32
Flugzeuge des Lufthansa-Konzerns - Swiss, Lufthansa und Austrian - am Flughafen Wien-Schwechat, aufgenommen kurz vor dem Coronavirus-Lockdown im März.
Flugzeuge des Lufthansa-Konzerns - Swiss, Lufthansa und Austrian - am Flughafen Wien-Schwechat, aufgenommen kurz vor dem Coronavirus-Lockdown im März.
Bild: imago images / Alex Halada

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Das Coronavirus-Update vom Mittwoch 3. Juni finden Sie hier.

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17:15

In Spanien ist seit zwei Tagen kein neuer Corona-Todesfall gemeldet worden. Die Zahl der Gestorbenen verharrte nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Dienstag auf dem Niveau von Sonntag bei 27'127.

Hinzu kamen seit Montag 137 neue Infektionen, damit sind nunmehr insgesamt 239'932 Corona-Fälle bestätigt worden.

16:30

Ab dem 8. Juni müssen Passagiere an Bord von Flugzeugen der Lufthansa einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die deutsche Airline wird deswegen ihre Allgemeinen Beförderungsbedingungen ändern. Als Empfehlung an die Passagiere gilt Maskentragen schon seit dem 4. Mai.

Masken müssen während des Boardings, während des Flugs und beim Verlassen des Flugzeugs getragen werden. Kinder bis sechs Jahre sind von der Regel ausgenommen, auch Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen oder wegen Behinderungen keine Masken tragen können. 

Wenn Essen und Getränke serviert werden, darf die Maske für kurze Zeit abgelegt werden, wie die Lufthansa weiter mitteilt. Die geänderten Beförderungsbedingungen gelten für die Lufthansa, Eurowings und Lufthansa Cityline. Gesellschaften des Lufthansa-Konzerns wie Swiss, Edelweiss Air, Austrian oder Brussels Airlines prüfen diese Massnahmen derzeit noch.

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14:45

Die Schweiz hält wie angekündigt die geltenden Einreisebeschränkungen an der Grenze zu Italien bis auf weiteres aufrecht. Der Bundesrat will die Öffnung der Grenze mit den anderen Nachbarländern Italiens koordinieren. Italien hatte beschlossen, die Einreisebeschränkungen an den Schengen-Binnengrenzen am 3. Juni aufzuheben. Die Schweiz halte eine gegenseitige Aufhebung der Beschränkungen für verfrüht, teilte das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Dienstag mit. Mit Frankreich, Deutschland und Österreich ist die Schweiz übereingekommen, die Reisebeschränkungen untereinander am 15. Juni aufzuheben, sofern es die Entwicklung der Pandemie zulässt. Dies wäre auch das Wunschdatum für Italien.

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13:30

Italien startet mit seiner angekündigten Warn-App im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die Anwendung auf dem Smartphone soll Bürgern einen Hinweis senden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Die kostenlose App mit dem Namen "Immuni" stehe zum Runterladen aufs Handy bereit, teilte das Gesundheitsministerium mit. Ab kommendem Montag (8. Juni) würden die Funktionen aktiviert, allerdings zunächst nur in 4 von 20 Regionen Italiens. Die Warn-App auf Basis von Bluetooth-Technik für eine Datenübertragung zwischen Geräten solle zunächst in den Abruzzen, Ligurien, den Marken und Apulien laufen.

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13:00

Die Hoffnung auf eine rasche Konjunkturerholung von der Corona-Krise beflügelt die Aktienmärkte auch in der neuen Börsenwoche. Der Schweizer Leitindex Swiss Market Index steigt  am Dienstag um 1 Prozent, der deutsche Dax um 3,6 Prozent und notiert damit so hoch wie seit drei Monaten nicht mehr.

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12:50

Die Reiseveranstalter Hotelplan Suisse und Tui Suisse beenden ihre Corona-Reisestopps. Das Reiseprogramm werde per 15. Juni wieder aufgenommen, teilten die beiden Reiseveranstalter am Dienstag in separaten Communiqués mit. Der Schritt erfolge aufgrund der geplanten Grenzöffnungen in Europa. Nebst Ferien in der Schweiz bieten die beiden Reiseanbieter ab dem genannten Datum beispielsweise wieder Reisen in Länder wie Frankreich, Deutschland, Österreich oder Kroatien an. Trotz der Lockerungen und der Wiederaufnahme des Reiseprogramms müssen aber beide Anbieter auch erneut Buchungen stornieren. Bei Tui Suisse heisst es, dass Reisen, die aufgrund Einreiseeinschränkungen nicht regulär durchgeführt werden können, bis einschliesslich 30. Juni abgesagt würden. Hotelplan wiederum annulliert Pauschalreisen innerhalb Europas bis und mit 21. Juni sowie Reisen ausserhalb Europas bis und mit 28. Juni, die aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht möglich sind. Zu Hotelplan Suisse gehören die Reisemarken Globus Reisen, Travelhouse, Tourisme Pour Tous, Hotelplan und Migros Ferien. 

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12:45

Die Behörden in der chinesischen Millionenstadt Wuhan - Ausgangspunkt der Pandemie - haben nach eigenen Angaben bei Massentests keine neuen Covid-19-Fälle gefunden. Die Überprüfung von 9,9 Millionen Einwohnern von Mitte Mai bis Montag habe zwar 300 symptomlose Infizierte aufgespürt. Diese seien jedoch nicht ansteckend. Die Stadt mit insgesamt etwa elf Millionen Einwohnern in der Provinz Hubei wurde vom 23. Januar bis zum 8. April abgeriegelt. Hier wurden die meisten der 83'022 in China offiziell gemeldeten Infektionen und 4634 Todesfälle verzeichnet.

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12:15

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages noch drei neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Am Vortag waren es deren neun. Am Sonntag und Samstag waren je 17 neue Fälle gemeldet worden, am Freitag 32. Insgesamt gab es 30'874 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag mitteilte. Viele Kantone haben die Zahlen über das Pfingstwochenende allerdings nicht aktualisiert.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Dienstagmittag 1920, gleich viele wie an den drei Tagen zuvor.

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12:10

In Europa hat sich der Schwerpunkt der Coronavirus-Pandemie der Weltgesundheitsorganisation zufolge mittlerweile in den Osten verlagert. Gegenwärtig gebe es in Westeuropa einen stetigen Rückgang der Infektionszahlen, während in Russland und Osteuropa insgesamt immer noch ein Anstieg verzeichnet werde, sagt die WHO-Sprecherin Margaret Harris. Russland zählt inzwischen 423'741 nachgewiesene Infektionen. Nur in den USA und in Brasilien gibt es mehr. In Russland sind am Dienstag 8863 Neuinfektionen gemeldet worden. Zudem seien 182 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 5037.

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11:15

Die Zahl der Todesfälle in Grossbritannien im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus liegt nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters bei 49'646. Damit nähert sie sich der Marke von 50'000 an, die die Regierung Insidern zufolge im April als schlechtesten anzunehmenden Verlauf vorhergesagt hatte.

Nach neusten Angaben des britischen Statistikamts sind in diesem Jahr bislang 62'000 Menschen mehr gestorben, als ohne die Pandemie erwartet worden wäre.

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10:40

In Österreich gab es im Mai laut Arbeitsministerin Christine Aschbacher um mehr als die Hälfte mehr Arbeitslose als vor einem Jahr. Ende Mai waren beim Arbeitsmarktservice (AMS) 517'221 Personen arbeitslos gemeldet oder in Schulungen, das waren um 50,7 Prozent oder 174.084 Personen mehr als im Mai 2019.

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition lag damit bei 11,5 Prozent, sagt die Ministerin. Den grössten Anstieg gab es im Tourismus und in der Baubranche. Seit dem Höhepunkt Mitte April flache die Arbeitslosenkurve allerdings ab.

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08:15

Dass während der Coronakrise viel Geld für die Wirtschaft ausgegeben und Kredite gewährt werden, ist offensichtlich. Die Schweiz bewilligte 57 Milliarden Franken an Notkrediten. Dass wir als Steuerzahler das irgendwie berappen müssen, ist auch klar. Aber wie lange? "Eine solche Krise ist wie ein Krieg. Man muss die Schulden strecken, damit alle Generationen gleichmässig betroffen sind", sagt Professor Christian Keuschnigg von der Universität St. Gallen zu blick.ch. "Wir können nicht vermeiden, zukünftige Generationen zu belasten."

Laut Finanzminister Ueli Maurer dürfte der Bund wegen Corona bis Ende Jahr ein Defizit von bis zu 50 Milliarden Franken angehäuft haben. Derzeit liegt die Verschuldung der Schweiz bei 54,8 Milliarden Franken Nettoschulden. Keuschnigg relativiert. "Wenn wir jetzt die Staatsverschuldung von etwa 30 Prozent auf 60 Prozent des Bruttoinlandprodukts hochschrauben, ist das okay." Davon könnten viele europäische Länder nur träumen. "Nur weil die Schweiz gut wirtschaftet, heisst es nicht, dass es rund läuft", wendet Reto Föllmi, Professor für internationale Ökonomie an der Universität St. Gallen, ein. Die Schweiz sei stark vom internationalen Markt abhängig. "Eine Erholung und somit der schnellere und leichtere Abbau der Schulden hängt auch von der internationalen Situation ab", zitiert blick.ch den Professor. Bei Steuererhöhungen müsse man aufpassen, dass man Unternehmen und Bürger nicht zu stark belaste und so den wirtschaftlichen Aufschwung abbremse.

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07:00

Nach Angaben der Johns Hopkins Universität vom Dienstagmorgen wurden in den zurückliegenden 24 Stunden in Deutschland 184 Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Das ist der niedrigste Wert seit dem 19. Mai. Zum Höhepunkt der Pandemie Ende März wurden an manchen Tagen knapp 7'000 Fälle registriert. Weitere 15 Menschen sind zuletzt im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf 8555.

Laut dem Robert Koch Institut am Montagabend lag die Reproduktionszahl R0 zuletzt bei 1,20. Es ist der vierte Anstieg in Folge.

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02:00

In Brasilien sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 11'598 neue Coronavirus-Fälle und 623 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in den letzten 24 Stunden aufgetreten. Damit steigt laut offiziellen Angaben die Zahl der Infizierten auf 526'447 und 29'937 Menschen sind bislang in dem lateinamerikanischen Land dem Virus erlegen.

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01:00

Der Höhepunkt der Coronavirus-Pandemie ist nach Auffassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Süd- und Zentralamerika noch nicht erreicht. "Süd- und vor allem Zentralamerika sind sicherlich zu Zonen intensiver Infektionen geworden", sagte WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan. "Ich glaube nicht, dass wir den Höhepunkt der Übertragungen dort schon erreicht haben." Wann das geschehe, sei nicht vorauszusagen. Zu den Ländern mit hohen Zahlen von neuen Infizierten gehörten Brasilien, Peru, Chile und Mexiko, sagte Ryan.

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00:30

Am sonnigen Pfingstwochenende sind in der Schweiz viele Naherholungs- und Wandergebiete sehr gut besucht gewesen. Beliebt waren Ausflugsziele in den Bergen und an Seen, dies führte teilweise zu verstopften Strassen. Die Postautos waren sehr stark ausgelastet, vor allem auf den Linien, die zu den Ausgangspunkten von Wanderungen führen, wie es am Montag bei der Postauto-Medienstelle hiess. Es seien mehr Fahrgäste unterwegs gewesen als an Auffahrt, aber etwa 20 bis 30 Prozent weniger als an einem Pfingstwochenende in den Vorjahren. Auf beliebten Strecken wurden zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt, so zum Beispiel im Berner Oberland, im Walliser Simplongebiet, im Val Verzasca TI und in Graubünden.

Sehr wenige Fahrgäste trugen Masken: In der Deutsch- und in der Westschweiz würden weniger als fünf Prozent der Reisenden Masken tragen, sagte eine Mediensprecherin. Im Tessin dagegen, einem der am stärksten von der Pandemie betroffenen Kantone, würden zehn bis zwanzig Prozent der Fahrgäste Masken tragen, vor einem Monat seien es noch 50 Prozent gewesen.

(cash/Reuters/Bloomberg/SDA/AWP)