Die EU-Kommission hatte kürzlich Zahlen veröffentlicht, wonach mehr als die Hälfte der von der EU-Kommission genehmigten Staatshilfen in der EU, die Krisenauswirkungen wie hohe Energiepreise abfedern sollten, aus Deutschland kam. "Aber es geht nicht darum, was die Europäische Kommission genehmigt hat, sondern darum, wie viel ausgezahlt wurde", sagte Giegold. Dies sei bislang nur ein Teil dessen, was genehmigt wurde. Ob tatsächlich so viel Geld wie genehmigt ausgegeben wird, steht noch nicht fest. Eine konkrete Zahl nannte der Grünen-Politiker nicht.

Deutschland ist laut Zahlen des Statistischen Bundesamts mit einem Bruttoinlandsprodukt von 3,6 Billionen Euro (2021) bei Weitem die grösste Volkswirtschaft der EU. Frankreich steht demnach mit 2,5 Billionen Euro an zweiter und Italien mit 1,7 Billionen Euro an Dritter Stelle.

In der EU wird erwogen, die Regeln für staatliche Beihilfen als Antwort auf riesige Subventionspakete von Ländern wie den USA oder China ebenfalls zu lockern. Vor allem kleinere EU-Staaten befürchten jedoch, dass dies dazu führen könnte, dass grosse finanzstarke Staaten wie Deutschland und Frankreich ihren Unternehmen unverhältnismässige Vorteile verschaffen könnten./mjm/DP/nas

(AWP)