Direkt an den russischen Präsidenten gewandt erneuerte Scholz seinen Appell, den Krieg zu beenden: "Wir rufen Staatspräsident Putin auf, die Kampfhandlungen umgehend einzustellen und seine Invasionstruppen aus dem Land abzuziehen."

Beim EU-Gipfel kommende Woche werde man darüber beraten, wie die EU souveräner und widerstandsfähiger werden könne, "um unsere Bürgerinnen und Bürger in Europa besser zu schützen", sagte Scholz. Der Krieg in der Ukraine bedeute auch für die EU eine Zeitenwende. Die Gemeinschaft müsse ihre Verteidigungsfähigkeit durch Investitionen und vor allem bessere Kooperation stärken, auch in enger Abstimmung mit den USA und der Nato. Beraten werde man auch darüber, wie die EU am besten mit dem "Beschwernis" der hohen Energiepreise für Bürger und Unternehmen umgehen könne. Gemeinsam werde man "darauf drängen, dass wir als Europäische Union in Energiefragen schneller unabhängig werden".

Sánchez forderte, der EU-Gipfel am 24. und 25. März müsse dringend Massnahmen gegen die Preissteigerungen im Energiebereich ergreifen. "Diese Zeiten müssen unsere Einheit, unsere Gemeinsamkeit verstärken", sagte der Spanier laut offizieller Übersetzung. Die EU müsse Putin gegenüber gemeinsam auftreten, stark sein und Antworten auch auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges finden./bk/mfi/DP/stw

(AWP)