Weitere rund 25 000 Menschen seien auf der von Russland besetzten südlichen Flussseite in Gefahr, hiess es zudem aus Kiew. Über ihr Schicksal war zunächst wenig bekannt.

Der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal sprach von Überschwemmungsgefahr für bis zu 80 Ortschaften. Militärgouverneur Olexander Prokudin berichtete von zunächst acht Ortschaften, die ganz oder teilweise unter Wasser stünden - darunter auch Teile der Stadt Cherson. Angaben über Tote oder Verletzte gab es zunächst nicht.

Das Hilfswerk Caritas teilte mit, in den Städten Odessa und Mykolajiw seien Zentren für Hochwasser-Flüchtlinge eingerichtet worden. Bislang wisse man von 600 überfluteten Häusern, hiess es. Sollte der Wasserstand im Kachowka-Stausee auf eine Höhe von unter 14 Metern absinken, drohe rund 200 000 Menschen auch ausserhalb des Gebiets Cherson Wasserknappheit, warnte die Organisation./haw/DP/jha

(AWP)