Seit 2014 unterstütze Moskau eine "Kampagne von Einschüchterung und Terror" gegen die Ukraine, sagte der Botschafter. Jüngstes Beispiel sei der Angriff auf den Staudamm. "Russlands Taten sind die eines terroristischen Staates." Moskau wiederum beschuldigt die Ukraine, hinter der Sprengung des Staudamms in der Nacht zum Dienstag zu stecken.

Das UN-Gericht in den Niederlanden befasst sich seit Dienstag mit einer Klage der Ukraine gegen die russische Aggression. Kiew hatte die Klage bereits 2017 eingereicht - lange vor dem russischen Überfall auf das Nachbarland im Februar vergangenen Jahres. Nach Darstellung der Ukraine hat die Aggression 2014 im Donbass und auf der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim begonnen, die Russland bis heute annektiert.

Die Rechtsvertreter der Ukraine legten den 16 Richtern im Friedenspalast Unterlagen vor, wonach Moskau gegen die Konvention zur Finanzierung von Terrorismus verstosse. So seien die pro-russischen Rebellen in der Ostukraine mit Waffen und Geld ausgestattet worden, obwohl Moskau wisse, dass zivile Ziele angegriffen werden.

Erstmals wurde Russland auch direkt vor einem Gericht für den Abschuss der Boeing der Fluggesellschaft Malaysia Airlines verantwortlich gemacht. Moskau habe den Rebellen die Luftabwehrrakete vom Typ Buk geliefert, mit der die Maschine im Juli 2014 abgeschossen worden war. Russland weist jede Verantwortung zurück. Die Anhörung soll bis zum 14. Juni dauern. Die Rechtsvertreter Russlands haben am Donnerstag das Wort. Es kann Monate dauern, bis eine Entscheidung fällt. Urteile des Gerichts sind bindend./ab/DP/mis

(AWP)