«Je mehr die Welt KI braucht, desto mehr braucht sie ein Taiwan, das stabil und vertrauenswürdig ist und Verantwortung übernehmen kann», sagte Lai auf der Messe, die in diesem Jahr unter dem Motto «AI Together» (KI zusammen) steht und mit 60.000 Besuchern, mehr als 1.500 Unternehmen und über 6.000 Ständen aus 33 Ländern eine Rekordbeteiligung erwartet.
Taiwan erlebt derzeit einen Exportboom im Bereich KI. Branchengrössen wie TSMC beliefern die ganze Welt mit wichtigen Computerchips, die zur Entwicklung der Technologie benötigt werden.
Taiwan rechnet mit starker Konjunktur
Die Nachfrage macht sich auch in den Wirtschaftsdaten bemerkbar. Lai wies darauf hin, dass Taiwans reales Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 14,55 Prozent betragen habe. Das jährliche Wachstum werde nun bei 9,64 Prozent erwartet, erklärte er.
Lai versicherte, dass Taiwan bis 2032 keine Gefahr von Versorgungsengpässen drohe - basierend auf aktuellen Prognosen, die den künftigen Bedarf der KI- und Halbleiterbranche berücksichtigen. Der Ausbau erneuerbarer Energiequellen soll beschleunigt und Energiesparbemühungen sollen intensiviert werden.
Taiwan, das im Mai 2025 aus der Atomenergie ausgestiegen war, importiert fast den gesamten für die Stromerzeugung benötigten Brennstoff. Im ersten Quartal entfielen fast 51 Prozent auf Flüssigerdgas (LNG), 32 Prozent auf Kohle und knapp 15 Prozent auf erneuerbare Energien./jon/DP/stw/he
(AWP)
