«Axios»-Reporter Barak Ravid schrieb auf der Plattform X, dass sich auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, noch in den USA befänden. Das Flugzeug, das sie am Vormittag von Miami nach Pakistan hätte bringen sollen, sei erst am Mittag abgehoben - und hätte sich auf den Weg nach Washington gemacht. Dort trafen laut CNN auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und US-Aussenminister Marco Rubio im Weissen Haus ein.

Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf einen US-Beamten, dass die Reise von Vance nach Pakistan vorerst gestoppt worden sei, nachdem Teheran nicht auf Verhandlungspositionen der USA reagiert habe. Ohne eine Antwort aus dem Iran sei der diplomatische Prozess faktisch unterbrochen, auch wenn die Reise nicht abgesagt worden sei, zitierte die Zeitung den Beamten. Die Reise könnte jederzeit wieder angesetzt werden, falls der Iran in einer Weise reagiere, die Trump für akzeptabel halte.

Zeit für Einigung drängt

Während die Zeit für eine Einigung zwischen den USA und dem Iran angesichts einer bald auslaufenden Waffenruhe drängt, ist nach wie vor unklar, ob es zu neuen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran kommt. Trump hatte am Wochenende seine Bereitschaft dazu signalisiert - und sich bis zuletzt optimistisch gegeben. Doch aus dem Iran gibt es noch immer keine offizielle Zusage für weitere Friedensgespräche in Islamabad.

Vor knapp anderthalb Wochen hatte dort bereits eine erste Verhandlungsrunde hochrangiger Delegationen aus Washington und Teheran stattgefunden, die auf US-Seite von Vance geleitet wurde. Die Gespräche endeten jedoch ohne Ergebnis./fsp/DP/he

(AWP)