Nvidia verhandelt dem «WSJ» zufolge zudem über die Finanzierung von Chipkäufen für OpenAI, die sich auf insgesamt 350 Milliarden US-Dollar belaufen könnten. Vertreter von Nvidia, OpenAI und SoftBank waren für eine Stellungnahme nicht umgehend zu erreichen.
Der geplante Rechenzentrumskomplex in Ohio würde zu den grössten der Welt zählen. Zudem ist es ein Prestigeprojekt für Softbank-Gründer Masayoshi Son und die US-Regierung von Präsident Donald Trump, die die Investition bereits als grossen Erfolg feierte.
Eine solche finanzielle Garantie seitens Nvidia würde die zunehmend kreisförmige Finanzierungsstruktur hinter dem KI-Boom weiter auf die Spitze treiben, da Technologiegiganten immer umfangreichere Projekte finanzieren, die dann letztlich Geschäfte für sie selbst generieren. In den vergangenen Wochen ist die Begeisterung von Investoren für die hohen Bewertungen von Technologieaktien abgekühlt. Sie befürchten, dass mehr Kapazitäten aufgebaut werden, als für künftige KI-Dienste tatsächlich erforderlich sein werden.
Grosse US-Unternehmen - von Meta bis Alphabet - haben in den letzten Monaten ihre Kreditaufnahme verstärkt, um diesen Ausbau zu finanzieren. Dies schürt Befürchtungen hinsichtlich übermässig ehrgeiziger Ausgaben für eine Technologie, die bislang noch keine beständigen Erträge liefert./nas/mne/mis
(AWP)
