Im Januar hatte Swissmem in einem Communiqué geschrieben, das geplante Finanzgesetz sehe umfangreiche Abschreibungsmöglichkeiten vor für in der EU oder im EWR hergestellte Güter. Ohne Korrektur drohten der Schweizer Techindustrie spürbare Exporteinbussen. Der Verband wolle den Bund darin unterstützen, diese Benachteiligung abzuwenden.

Die Produkte von Schweizer Herstellern würden ohne Korrektur auf dem italienischen Markt über Nacht deutlich teurer und damit faktisch vom Markt ausgeschlossen, schrieb Swissmem. Umgehend habe der Verband das Staatssekretariat für Wirtschaft informiert und eine Medienberichterstattung initiiert, hiess es.

Nun scheint sich eine Wende abzuzeichnen, über die am Donnerstag die «NZZ» und die CH-Media-Zeitungen berichteten. Gemäss einem von der Agentur Adnkronos zitierten italienischen Medienbericht sagte Italiens Vize-Wirtschaftsminister Maurizio Leo, man arbeite daran, bei den Sonderabschreibungen territoriale Beschränkungen aufzuheben.

Laufe es nach Erwartung, solle das in die nächste Gesetzesmassnahme aufgenommen werden. Zeitliche Angaben machte Leo laut der Agenturmeldung nicht dazu. «Für einmal positive Nachrichten», kommentierte Swissmem die Meldung auf der Plattform LinkedIn. Der enorme Einsatz des Verbandes und der Schweizer Behörden scheine sich gelohnt zu haben.

(AWP)