Machado reist derzeit durch Europa. Im vergangenen Dezember war sie nach elf Monaten im Untergrund erstmals wieder in Erscheinung getreten, um in Norwegen den Friedensnobelpreis entgegenzunehmen.
Anfang des Monats hatten US-Streitkräfte bei einem militärischen Einsatz auf Venezuela den autoritären Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau gefangen genommen und ausser Landes gebracht. Maduro wurde in New York unter anderem wegen Drogendelikten angeklagt.
Daraufhin hatte sich Trump skeptisch über die Eignung der Oppositionsführerin als dessen Nachfolgerin geäussert. Aus seiner Sicht geniesse sie weder die nötige Unterstützung noch den nötigen Respekt im Land, sagte er.
Machado deutete Weitergabe des Friedensnobelpreises an
Unterdessen hatte Machado zuletzt angedeutet, Trump für seine Bemühungen ihren Friedensnobelpreis weitergeben zu wollen. Auf die Frage des Moderators Sean Hannity, ob sie angeboten habe, Trump ihren Nobelpreis zu geben, antwortete sie: «Es ist noch nicht passiert. Aber ich würde ihm sicherlich gerne persönlich sagen, dass wir - das venezolanische Volk, denn dies ist eine Auszeichnung des venezolanischen Volkes - ihm diese Auszeichnung gerne überreichen und mit ihm teilen möchten.»
Was der US-Präsident geleistet habe, sei historisch. «Es ist ein grosser Schritt in Richtung eines demokratischen Wandels.» Es war zunächst unklar, ob ihre Aussage wörtlich oder symbolisch zu verstehen ist.
Nach Angaben des Nobelinstituts in Oslo ist das allerdings nicht möglich. «Ein Nobelpreis kann weder widerrufen, geteilt noch auf andere übertragen werden. Sobald die Bekanntgabe erfolgt ist, ist die Entscheidung endgültig», heisst es./ngu/DP/nas
(AWP)
