Betroffen seien bei der UBS mehrere Hundert Arbeitsplätze in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA), berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Die jüngste Abbaurunde habe vor allem Mitarbeitende in Unterstützungsfunktionen getroffen, vereinzelt aber auch Kundenberater. Die UBS wollte die Angaben gegenüber der Nachrichtenagentur AWP nicht kommentieren.
Eine UBS-Sprecherin betonte jedoch, die Bank werde den integrationsbedingten Stellenabbau «in der Schweiz und weltweit so gering wie möglich halten». Wie bereits 2023 angekündigt, werde sich der Abbau über mehrere Jahre erstrecken und hauptsächlich über natürliche Fluktuation, Frühpensionierungen, interne Mobilität sowie die Internalisierung externer Rollen erfolgen.
Die UBS hatte bereits kurz nach der Übernahme der Credit Suisse im Jahr 2023 angekündigt, Doppelspurigkeiten abzubauen. Laut den jüngsten Quartalszahlen sank die Zahl der direkt angestellten Mitarbeitenden per Ende März 2026 auf 101'594 Vollzeitstellen nach 103'177 Ende 2025. Branchenkreise rechnen seit längerem damit, dass die Mitarbeiterzahl langfristig auf rund 80'000 sinken könnte. Insgesamt hat sich die Belegschaft seit der CS-Übernahme laut Bloomberg bereits um rund 17'500 Stellen verringert.
Die UBS selbst nennt dazu keine Zielgrösse. Für die Schweiz hielt die Bank aber im Februar an der Erwartung von rund 3000 Entlassungen im Zuge der Integration fest. CEO Sergio Ermotti hatte damals erklärt, der Grossteil dieser Stellenstreichungen werde in der zweiten Jahreshälfte 2026 und Anfang 2027 erfolgen. Hintergrund ist insbesondere die weitgehend abgeschlossene Migration der ehemaligen Credit-Suisse-Kunden auf die UBS-Systeme.
(AWP)

