UBS: Mit den strengeren Kapitalanforderungen für die Grossbank UBS könnte es bald vorwärts gehen: Der Bundesrat dürfte nun Mitte April die Verschärfungen in der Eigenmittelverordnung beschliessen, schreibt der «SonntagsBlick». Dabei ist unter anderem vorgesehen, dass die systemrelevanten Schweizer Finanzinstitute künftig ihre Banken-Software aber auch latente Steueransprüche (Deferred Tax Assets DTA) nicht mehr zum Eigenkapital zählen dürfen. Die Verordnungsänderungen würden per Anfang 2027 in Kraft treten. Zeitgleich mit der Verordnung wolle der Bundesrat auch eine Botschaft an das Parlament zur Änderung des Bankengesetzes verabschieden, so der «SonntagsBlick». Kernpunkt ist dabei die umstrittene vollständige Kapitalunterlegung der ausländischen Tochtergesellschaften der UBS. (SoBli, S. 24, s. separate Meldung)

SWATCH: Der US-Investor Steven Wood kandidiert an der kommenden Generalversammlung des Bieler Uhrenkonzerns Swatch erneut für einen Sitz im Verwaltungsrat. Wood war bereits im vergangenen Jahr zur Wahl angetreten und dabei auf den erklärten Widerstand der Familie Hayek gestossen, die das Unternehmen als Namensaktionäre kontrolliert. Er hoffe, dass es beim zweiten Mal klappe, erklärte er im Interview mit der «NZZ am Sonntag». Wood kritisierte, dass bei Swatch Kritik selten laut geäussert werde: «Manche sagen sogar, die Hayeks führten das Unternehmen wie eine Monarchie.» (NZZaS, S. 39)

MBAER: Die von der Finma in Liquidation geschickte Zürcher Bank MBaer hat offenbar auch Geld für die iranischen Revolutionsgarden und die Quds-Brigaden gewaschen haben. So soll sie Zahlungen in Höhe von 37 Millionen Dollar für einen internationalen Ölschmuggelring getätigt. Dazu komme Geldwäsche für die Revolutionsgarden über die Firma Turkoca in Südkorea schreibt die «SonntagsZeitung» (SoZ) unter Berufung auf Dokumente der US-Behörde Fincen (Financial Crimes Enforcement Network). Fincen werfe MBaer auch Sanktionsumgehungen vor, weil 27 Millionen Dollar in mehreren Tranchen an eine sanktionierte Gegenpartei der iranischen Ölindustrie geflossen seien. (SoZ, S. 32)

MIGROS: Nach dem Tegut-Flop tritt der Präsident der Migros Zürich, Christian Biland, laut der «SonntagsZeitung» in den Ruhestand. Ersetzt wird er durch Hans-Ruedi Christen, der mit Chocolat Frey viel Geld in den USA versenkte, wie die Zeitung schreibt. Migros Zürich ist die grösste Migros-Regionalgenossenschaft. Vor ein paar Tagen habe die Migros Zürich verneint, dass das Tegut-Fiasko personelle Konsequenzen haben wird, schrieb die «NZZ am Sonntag». Insider hätten im Zusammenhang mit Tegut von jahrelangem Missmanagement gesprochen. Auf eine entsprechende Frage sei Migros Zürich nicht eingegangen. Die «NZZ am Sonntag» merkte an, dass Biland dieses Jahr nicht mehr zur Wiederwahl als Präsident der Migros Zürich antreten werde. (SoZ S. 33, NZZaS S. 27)

BKW: Die bernischen Kraftwerke (BKW) wollen dem Bund nach Informationen der «NZZ am Sonntag» in den kommenden 40 Jahren Ausgleichszahlungen in Rechnung stellen. Die BKW rechnen für diesen Zeitraum mit 6,9 Millionen Franken Ertragseinbussen, wegen des Rückbaus des Simmewehrs im Berner Oberland, wie die Zeitung mit Verweis auf eine interne Präsentation schreibt. Die rund 7 Millionen Franken seien die Spitze des Eisbergs. Alleine der Rückbau des alten Wehrs dürfte gemäss der Zeitung über 50 Millionen Franken kosten. Die Schweizer Stromverbraucher müssten für den allergrössten Teil davon aufkommen. Der Rückbau sei versprochene Sache. In jahrelangen Verhandlungen hätten sich die Kraftwerke Oberhasli, der Kanton und Naturschützer auf ein umfassendes Projekt geeinigt. (NZZaS, S. 14)

SWISSMEM: Der Branchenverband Swissmem kritisiert den Entscheid des Bundesrats, die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten auch völkerrechtlich als Krieg zu bezeichnen. «Der Bundesrat hat überhastet einen Entscheid getroffen - ohne Not, getrieben von Medien und Politik», kritisiert Direktor Stefan Brupbacher gegenüber dem SonntagsBlick (SoBli). Darunter leiden könnte nun die Rüstungsindustrie - nicht zuletzt die Rüstungsexporte in die USA. Der Swissmem-Direktor spricht von schwierigen Zeiten für die Schweizer Rüstungsindustrie: «Wir gehen davon aus, dass sich die Situation weiter verschärft und weitere Betriebe Kurzarbeit in Anspruch nehmen oder Mitarbeitende entlassen müssen.» (SoBli, S. 8)

WEF: WEF-Gründer Klaus Schwab will das Weltwirtschaftsforum in der Schweiz halten. Es brauche eine neutrale Plattform in der neutralen Schweiz, sagte er im Interview mit der NZZ vom Samstag. Das WEF-Grundstück in Cologny bei Genf solle in öffentliche Hand übergehen. Der vor einem Jahr als Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums (WEF) zurückgetretene Schwab schlägt vor, das wertvolle Grundstück am WEF-Hauptsitz gegen ein lebenslanges Nutzungsrecht der öffentlichen Hand zu übertragen und es so Immobilienspekulationen zu entziehen. «Mir ist wichtig, dass das Forum und die von mir gegründete Stiftung ihrem Zweck und der Schweiz verbunden bleiben.» (NZZ, S. 28, s. separate Meldung)

tp/

(AWP)