SWISS RE: Der Rückversicherer Swiss Re treibt die Digitalisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) voran. CEO Andreas Berger sieht darin einen entscheidenden Hebel für Produktivitätssteigerungen und eine bessere Risikobewertung, wie er im Interview mit der «NZZ am Sonntag» erklärte. Dabei sei Personalabbau aber nicht das Ziel. (NZZaS, S. 38; sh sep. Meldung)

WEF: WEF-Gründer Klaus Schwab nimmt in einem Schreiben an die Eidgenössische Stiftungsaufsicht (ESA) seine beiden Nachfolger, WEF-Co-Präsident André Hoffmann und Larry Fink, ins Visier. Das Dokument, das die «NZZ am Sonntag» einsehen konnte, ging im März beim Bund ein. Schwabs zentrales Anliegen zur «Zukunftssicherung der Stiftung» betrifft die derzeitige Führung. Ihn stört, dass Hoffmann und Fink nicht nur - und wohl auch nicht primär - dem WEF verpflichtet sind. Hoffmann ist Grossaktionär und Vizepräsident von Roche, Fink ist Gründer, CEO und Verwaltungsratspräsident von Blackrock, dem grössten Vermögensverwalter der Welt. Schwab fordert nun die Ernennung eines Präsidenten mit «institutioneller Unabhängigkeit und ohne Interessenkonflikte». Gerade bei Fink, der als Blackrock-Chef möglichst viel Profit für sich und seine Aktionäre erwirtschaften muss, scheinen Interessenkonflikte tatsächlich nicht ausgeschlossen. (NZZaS, S. 35)

POST: Die Paketflut in der Schweiz ist laut «SonntagsZeitung» mehrheitlich auf heimische Onlinehändler zurückzuführen. Interne Daten der Schweizerischen Post, die der Zeitung vorliegen, zeigten, dass vor allem die 20 grössten nationalen Anbieter das Wachstum im Paketmarkt antreiben würden. Firmen wie Digitec, Galaxus, Brack oder Zalando kämen zusammen auf einen Anteil von 37 Prozent. Der Anteil asiatischer Sendungen stagniere dagegen seit 2024 bei rund 11 bis 12 Prozent. Seit 2016 seien nur etwa 20 Prozent des Wachstums auf Lieferungen aus Asien zurückzuführen. Trotzdem kritisierten Schweizer Händler weiterhin ungleiche Wettbewerbsbedingungen, etwa bei Produkthaftung oder Recyclinggebühren. Patrick Erny, Direktor der Swiss Retail Federation, habe davor gewarnt, «Äpfel mit Birnen zu vergleichen», denn viele asiatische Sendungen würden per Briefpost eintreffen. Das Volumen solcher Kleinwarensendungen aus Asien sei zwischen 2022 und 2024 um 126 Prozent gestiegen. (SoZ, S. 37)

EIDGENOSSENSCHAFT: Der Bund will sich aus der Abhängigkeit von Microsoft lösen. Erst kürzlich verkündete der Bund die erfolgreiche Einführung von Microsoft 365. Trotz Bedenken wegen der Datensicherheit wurde an rund 54'000 Arbeitsplätzen die neue Office-Version des amerikanischen Konzerns installiert. Nur wenige Monate später will sich der Bund wieder aus der Abhängigkeit von den USA lösen, wie Recherchen der «NZZ am Sonntag» zeigen. Ein Sprecher der Bundeskanzlei bestätigt: «Die Bundesverwaltung strebt an, ihre Abhängigkeit von Microsoft schrittweise und langfristig zu reduzieren.» Das überrascht, wurde doch die Open-Source-Software intern als zu wenig ausgereift und gar als «Bastelei» bezeichnet. (NZZaS, S. 7)

mk/

(AWP)