SWATCH/AUDEMARS PIGUET: Swatch lanciert eine Uhr zusammen mit Konkurrent Audemars Piguet. Der Start für die Uhr «Royal Pop» ist auf den nächsten Samstag angekündigt, wie Swatch in den sozialen Medien bekannt gab. «Zwei Schweizer Ikonen schliessen sich zusammen, um eine völlig neue Art des Zeitmessens zu erfinden und künftige Generationen in die Welt der mechanischen Uhren einzuführen», verkündete die Bieler Uhrenmarke am Samstag auf Instagram. Zuerst hatte der «Blick» online darüber berichtet. «Es handelt sich dabei wohl um ein Uhrenmodell, das der legendären Luxusuhr Royal Oak von Audemars Piguet nachempfunden ist», schrieb der «Blick» weiter. («Blick» online)
DENNER: Der vorletzte Woche zurückgetretene Denner-Chef Torsten Friedrich ist laut der «Neuen Zürcher Zeitung» an zu hohen Erwartungen gescheitert. Friedrich sollte Denner rasch erneuern. Doch er sei auf gewachsene Strukturen mit vielen Baustellen und auf einen härteren Markt getroffen, schrieb die NZZ am Samstag. Wer Denner effizienter hätte machen wolle, hätte deshalb tief in die Abläufe eingreifen müssen, die schon seit Jahren eine Verbesserung nötig hätten: in Einkauf, Lager, Transport und Verkaufsstellen - den Maschinenraum eines Detailhändlers. Friedrich habe jedoch andere Prioritäten gesetzt, nämlich aufs Marketing. Friedrich wollte unter anderem mit Eishockey-Sponsoring die Marke Denner bekannter machen. Zudem liess er genauer untersuchen, wer heute bei Denner einkauft - und welche Kundengruppen der Discounter künftig stärker ansprechen könnte. Das Projekt war laut NZZ aufwendig; «intern war umstritten, ob es in dieser Form nötig war.» Friedrich habe auch versucht, mit Rabattaktionen den Umsatz zu steigern. Das habe die Marge und damit den Gewinn geschmälert, was in der Konzernzentrale nicht gut angekommen sei, schrieb die NZZ. (NZZ vom Samstag S. 23)
US-ZÖLLE: Obwohl Schweizer Unternehmen nach einem Urteil des obersten US-Gerichts Zölle zurückfordern können, die Präsident Donald Trump illegalerweise verhängt hat, tun dies nicht alle Firmen. Es gibt Firmen, die darauf verzichten. Dies hat Helene Budliger Artieda, Direktorin des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco), am Dienstag bei einem Auftritt am Gewerbekongress des Schweizerischen Gewerbeverbands (SGV) gesagt, wie die «NZZ am Sonntag» schrieb. Denn die Unternehmen fürchteten um ihre Reputation in den USA. Mit einem Fehltritt würden sie langjährige Kundenbeziehungen aufs Spiel setzen. Laut Jean-Philippe Kohl, Vizedirektor von Swissmem, dem Dachverband der Metall-, Elektro- und Maschinenindustrie, handle es sich vor allem um Unternehmen, die an regierungsnahe Stellen in den USA lieferten, etwa im Infrastruktur- oder Rüstungsbereich. Die Rückforderung der Zölle sei mühevoll und aufwendig, schrieb die NZZaS weiter. Die US-Zollbehörden würden den kompletten Antrag ablehnen, wenn auch nur ein einziger Fehler vorhanden sei. Betroffene Firmen müssten das Problem dann mühsam identifizieren, den beanstandeten Eintrag löschen und den Antrag komplett neu einreichen. (NZZaS S. 35)
RUSSISCHES GAS: Trotz der Sanktionen der EU gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs stammen immer noch knapp 20 Prozent des flüssigen Erdgases in der EU aus Russland. Dies schreibt die «Schweiz am Wochenende» unter Berufung auf Zahlen der Brüsseler Denkfabrik Bruegel. Das sei brisant. «Weil die Schweiz ihr Erdgas am europäischen Markt bezieht und somit keinen Einfluss auf dessen Herkunft hat, werden auch hierzulande noch immer zahlreiche Stuben mit russischem Gas geheizt.» Mit dem Kauf- und Importverbot von russischem LNG versucht der Bundesrat nun, «Russlands Einnahmen aus dem Verkauf fossiler Brennstoffe zu verringern, die den Krieg gegen die Ukraine massgeblich mitfinanzieren», schreibt die Zeitung. Das Verbot gilt seit Samstag, dem 25. April. Bei vorbestehenden Langzeitlieferverträgen gilt eine Übergangsfrist bis Ende des Jahres. Der Energiekonzern Axpo oder der Rohstoffkonzern Trafigura hätten den Hahn mit russischem Gas zugedreht. Vereinzelt hatten aber in der Schweiz registrierte Gesellschaften weiterhin mit russischem LNG gehandelt. Etwa der Zuger Ableger des Gaskonzerns Novatek, Russlands Nummer zwei hinter Gazprom. Die jüngsten Sanktionen dürften diesem Geschäft nun einen Strich durch die Rechnung machen, schrieb die Zeitung. (Schweiz am Wochenende S. 8)
MODE: Die Fashion-Discountkette Kiabi will in der Schweiz expandieren. Nach der Eröffnung von zwei Filialen in Freiburg und in Neuenburg vor wenigen Tagen sehe man «ein Potenzial von rund 30 Filialen in der gesamten Schweiz», sagte Kiabi-Europachefin Agnès Nikitsky gegenüber der Schweiz am Wochenende. Zunächst werde man sich auf die Romandie konzentrieren, sagt Nikitsky. Danach sei aber auch eine Expansion in die Deutschschweiz geplant. Zudem habe man bereits einen Onlineshop lanciert, der für alle Landesregionen zugänglich sei. Das Unternehmen macht in 24 Ländern einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro - ein Plus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kiabi zählt über 10'000 Angestellte, unter anderem in Europa, Südamerika und im Nahen Osten. (Schweiz am Wochenende S. 14)
IT: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) will nach Informationen der «NZZ am Sonntag» US-Firmen von einem Millionenauftrag ausschliessen. Beim Projekt geht es um die Digitalisierung der Schweizer Gesundheitsdaten, wie die Zeitung schrieb. In ersten Unterlagen zum Projekt habe das BAG im Februar geschrieben, dass Firmen, die dem US Cloud Act unterstehen, nicht zum Zug kommen sollen. Ein interner E-Mail-Verkehr zeigte laut der «NZZ am Sonntag» grösste Vorbehalte gegen US-Lösungen. Das BAG habe auf Anfrage der Zeitung an das für Beschaffungen zuständige Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) verwiesen. «Das sind hochsensitive Gesundheitsdaten, die besonders schützenswert sind», sagte Thierry Vauthey, Leiter Beschaffung beim BBL, der Zeitung. Sollte das Projekt öffentlich ausgeschrieben werden, sei ein Ausschluss von US-Firmen nicht zulässig. (NZZaS S. 11)
SWISSMEDIC: Das Schweizer Heilmittelinstitut Swissmedic hat gemäss «SonntagsBlick» 27 Millionen Franken für IT-Projekte ausgegeben. Diese verursachten ein Loch von 25 Millionen Franken in der Bilanz, wie die Zeitung schrieb. Dieses soll die Privatwirtschaft über Gebühren stopfen. Die Eidgenössische Finanzkontrolle wolle sich die Sache anschauen. Swissmedic wollte laut «SonntagsBlick» eine eigene IT-Landschaft aufbauen. Im grossen Stil seien externe Fachleute beigezogen worden. Mehrere Insider sagten der Zeitung, dass kritische Fragen unerwünscht gewesen seien. Der Durchbruch der IT liess gemäss «SonntagsBlick» auf sich warten. Eine Sprecherin des Instituts sagte, dass es sich um einen laufenden Prozess handle und die Digitalisierung weitergehe. Sie stellte einen Bericht am 12. Juni in Aussicht, wie die Zeitung schrieb. (Sobli S. 14f.)
jb/
(AWP)
