SWATCH/AUDEMARS PIGUET: Die neue «Royal Pop»-Uhr der Schweizer Swatch und Audemars Piguet hat laut Zeitungsberichten an verschiedenen Orten weltweit zu grossem Andrang geführt. So sei der Verkauf des Uhrenmodells in Malls in Dubai wie auch im walisischen Cardiff wegen Sicherheitsbedenken abgebrochen worden, in London, Bangkok, Delhi und Mumbai seien wegen ausser Kontrolle geratener Menschenmassen Massnahmen ergriffen worden. Einen starken Andrang gab es auch an diversen Verkaufsstellen in der Schweiz. (SoZ, S. 41, SoBli, S. 4)

RUSSLAND-GELDER: Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat laut einem Bericht des «Sonntags-Blick» (SoBli) die Blockierung von 20 Millionen Dollar auf einem Konto der Bank Julius Bär in Zürich gestützt. Die Gelder waren laut dem Bericht im März 2022 kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine als angebliche Schenkung an den niederländischen Anwalt Alex van der Zwaan überwiesen worden, dessen Schwiegervater der sanktionierte Oligarch German Khan ist. Die Bank habe das Geld jedoch gesperrt, weil sie vermutet habe, dass der sanktionierte Oligarch weiterhin indirekt Kontrolle darüber ausübe. Van der Zwaan habe sich dagegen gewehrt und erklärt, es seien keine Sanktionen umgangen worden.

ATOMKRAFT: Das Paul-Scherrer-Institut (PSI) und das dänische Start-up Copenhagen Atomics wollen laut der «SonntagsZeitung» bis Ende 2026 ein Bewilligungsgesuch für eine nukleare Testeinrichtung im Kanton Aargau einreichen. Geplant sei der Test eines neuartigen Flüssigsalz-Reaktors der nächsten AKW-Generation. Der Reaktor solle in einem eigens dafür errichteten Gebäude mit stark reduzierter Leistung betrieben werden. Laut PSI-Forscher Andreas Pautz sei keine kommerzielle Nutzung vorgesehen. Die Anlage gehört zur Gruppe der sogenannten Small Modular Reactors (SMR), die derzeit als Hoffnungsträger der Atomindustrie gelten. Diese Mini-AKW sollen günstiger, schneller gebaut und sicherer sein als herkömmliche Kernkraftwerke. (SoZ, S. 5)

US-STEUERVERHANDLUNGEN: Das Staatssekretariat für Wirtschaft will in den Verhandlungen im Steuerstreit mit den USA laut einem Bericht des «Tagesanzeigers» vom Samstag verhindern, dass die Dokumente an die Öffentlichkeit gelangen. Seco-Chefin Helene Budliger Artieda habe nun von der «Neuen Zürcher Zeitung» den Rückzug eines Gesuchs um Akteneinsicht verlangt. In der Folge NZZ-Chefredaktor Eric Gujer seinerseits den betreffenden Journalisten zum Rückzug aufgefordert, was in der Redaktion für breiten Unmut gesorgt. Das Seco habe zudem seine Zusammenarbeit mit dem Öffentlichkeitsbeauftragten des Bundes (Edöb) verweigert, das in dem Fall als «Schiedsrichter» agieren sollte. (Tagesanzeiger, S. 5)

SBB: Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) streiten sich laut dem «SonntagsBlick» mit Rückversicherern über die Höhe des Schadens nach der Entgleisung eines Güterzugs im Gotthard-Basistunnel im August 2023. Die SBB hätten den Gesamtschaden im September 2024 auf 150 Millionen Franken beziffert. Davon seien voraussichtlich rund 140 Millionen Franken versichert. Nach Informationen der Zeitung schätzten die Rückversicherer den Schaden jedoch tiefer ein als die SBB. Wie viel die SBB Insurance AG von ihren Rückversicherern erhalte, habe die Medienstelle auf Anfrage nicht bekannt gegeben. (SoBli, S. 14/15)

KÜHNE HOLDING: Die Kühne Holding des Logistik-Milliardärs Klaus-Michael Kühne erwägt laut einem Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung», ihren Anteil an der deutschen Lufthansa weiter auszubauen. «Wir beobachten die Marktentwicklungen und die operative Entwicklung der Lufthansa weiterhin aufmerksam und schliessen den Erwerb weiterer Aktien innerhalb der nächsten zwölf Monate nicht aus», wird Kühne-Verwaltungsratspräsident Karl Gernandt in einem online publizierten NZZ-Artikel zitiert. Die Holding mit Sitz in Schindellegi ist mit 20 Prozent grösster Einzelaktionär des Flugkonzerns. (NZZ online, s. sep. Meldung)

WERBUNG: Der Bund will laut der «NZZ am Sonntag» Werbung für ungesunde Lebensmittel bei Kindern stark einschränken. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) verhandle mit der Branche über eine freiwillige Selbstregulierung. Werbung für zu süsse, salzige oder fettige Produkte solle an Schulen sowie im Umkreis von hundert Metern verboten werden. Auch im Fernsehen und Radio dürfe rund um Kindersendungen keine Werbung mehr für Junk-Food ausgestrahlt werden. (NZZaS, S. 13)

RUSSLAND-SANKTIONEN: Laut einer Recherche der «NZZ am Sonntag» sind seit der Ukraine-Invasion 30'000 Sendungen kriegswichtiger Produkte von fünf Firmen aus der Schweiz über Zwischenhändler nach Russland gelangt. Auch die Ukraine kritisiert die Schweiz deswegen scharf: 90 Prozent der russischen Drohnen enthielten Bauteile von Schweizer Firmen, erklärte ein Berater des ukrainischen Präsidenten Selenskyj gegenüber der Zeitung. Das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) gebe auf Interventionen der Ukraine nur «unbefriedigende Antworten». Andere Länder seien derweil mit Erfolg gegen die Importe nach Russland vorgegangen. (NZZaS, S. 20)

USZ: Das Zürcher Universitätsspital (USZ) hat laut der «NZZ am Sonntag» nach der Affäre um Herzchirurg Francesco Maisano rund zehn weitere kritische Fälle identifiziert. Der vom USZ eingesetzte Compliance-Ausschuss habe seit Juni 2025 potenziell problematische Interessenbindungen und Nebenbeschäftigungen geprüft. In mehreren Fällen seien Verstösse gegen die Compliance-Richtlinien festgestellt und Sanktionen ausgesprochen worden. Derweil wies der für sein umstrittenes Cardioband an den Pranger geratene frühere Zürcher Klinikchef und Herzchirurg, Francesco Maisano, im Interview mit der NZZaS alle Vorwürfe zurück. (NZZaS, SS. 11-12)

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(AWP)