PARTNERS GROUP: Der Vermögensverwalter Partners Group will laut Mitgründer Fredy Gantner nach dem jüngsten Kurssturz aktiver mit den eigenen Anlegern kommunizieren. Man müsse «definitiv besser und proaktiver kommunizieren», sagte er der «SonntagsZeitung» und sprach von einer «schmerzhaften Lektion». Die heftige Marktreaktion auf die Turbulenzen bei mehreren Evergreen-Fonds sei eine «massive Überreaktion». Gantner zeigte sich weiterhin überzeugt vom Unternehmen. Als Zeichen seines Vertrauens verwies er auf eigene Investitionen. «Ich halte weiterhin ein grosses Aktienpaket und habe in letzter Zeit sogar zusätzliche Aktien gekauft, wie viele unserer Mitarbeitenden», sagte er. Zudem wies er die Vorwürfe des Shortsellers Grizzly Research erneut zurück. Das Unternehmen habe diese widerlegt und rechtliche Schritte eingeleitet. (SZ, S. 35; siehe separate Meldung)

ON: Der Sportartikelhersteller On hat die Behörden zur Zulassung des Schweizerkreuzes auf seinen Produkten laut der «NZZ am Sonntag» massiv unter Druck gesetzt. Der Konzern habe dem Institut für Geistiges Eigentum (IGE) mit einer Staatshaftungsklage gedroht, falls ihm durch das Vorgehen der Behörde ein Schaden entstehe, schrieb die Zeitung unter Verweis auf interne E-Mails. Zudem habe On die Löschung eines kritischen Interviews auf der IGE-Webseite verlangt und erreicht. Im Kern des Streits ging es um die Frage, ob On das Schweizerkreuz auf seinen Schuhen verwenden darf, obwohl die Produkte fast vollständig in Asien hergestellt werden. Forschung, Entwicklung und Design erfolgen jedoch in der Schweiz. Im November 2025 erklärte sich die Behörde schliesslich bereit, On das Schweizerkreuz auf sämtlichen Produkten zu erlauben, sofern es zwischen den Begriffen «Swiss» und «Engineering» platziert werde, hiess es im Bericht. Das IGE wolle die «subjektive Interpretation» der E-Mails nicht kommentieren, schrieb die Zeitung. Das Interview habe man «für ein konstruktives Klima» gelöscht. On habe sich nicht zur Korrespondenz mit dem IGE geäussert. (NZZaS, Front/S. 36)

USA-INVESTITIONEN: Schweizer Unternehmen haben von Januar bis April 2026 laut der «NZZ am Sonntag» bereits 27 Milliarden Dollar in den USA investiert. Die Zahl stammt aus einer internen E-Mail der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer an ihre Mitglieder. Die Summe zeige, dass die Schweizer Firmen ihre Verpflichtungen ernst nehmen würden, sagte der Chef der Handelskammer Rahul Sahgal. Setzt sich das Tempo fort, könnten die Investitionen bis Ende Jahr rund 67 Milliarden Dollar erreichen. Bis 2030 haben Schweizer Firmen Investitionen von insgesamt 200 Milliarden Dollar in den USA zugesichert. Das Versprechen ist Teil des Joint Statements zwischen der Schweiz und den USA vom 14. November 2025. Die hohen Summen sollen die Bedeutung der Schweiz als Investorin unterstreichen und US-Präsident Donald Trump im Zollstreit besänftigen. (NZZaS, S. 35)

MEDIKAMENTE: Eine deutlich tiefere Dosierung des vom Biotechkonzern Amgen vermarkteten Krebsmedikaments Denosumab könnte laut einer im «SonntagsBlick» vorgestellten Studie die Behandlungskosten senken, ohne die Wirksamkeit zu beeinträchtigen. Der Bündner Onkologe Roger von Moos präsentierte am Kongress der American Society of Clinical Oncology Daten von 1380 Patientinnen und Patienten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich. Demnach wirkt das Medikament bei Knochenmetastasen auch dann gleich gut, wenn es statt alle vier Wochen nur alle zwölf Wochen verabreicht wird. Gleichzeitig nähmen die Nebenwirkungen ab. In der Schweiz könnten laut von Moos rund 5000 Betroffene jährlich davon profitieren. Das Sparpotenzial für das Gesundheitswesen bezifferte er auf rund 15 Millionen Franken pro Jahr. Untersuchungen zur Reduktion von Medikamentendosen können Kosten sparen, werden aber kaum von Herstellern finanziert, da sie den Absatz der Präparate verringern könnten. Für Optimierungsstudien unabhängiger Forscher, Universitäten und Institutionen fehlt oft das Geld. (SoBli, S. 18/19)

SUBVENTIONEN: Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé, der Uhrenhersteller Rolex und der Fussballklub Young Boys gehören zu den bekanntesten Firmenempfängern von Bundesgeldern. Dies geht aus einer erstmals veröffentlichten Datenbank des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) hervor, wie die «Schweiz am Wochenende» berichtete. Die Aufstellung umfasst 22'560 Subventionspositionen und rund 17'000 Begünstigte, darunter 6753 Aktiengesellschaften und 5435 Vereine. Nestlé erhielt demnach 2024 rund 72'000 Franken für ein Ausbildungsprojekt in Nigeria, Rolex 277'000 Franken für eine Kinderkrippe und die Young Boys 45'600 Franken für die Durchführung eines Treffens des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe im Wankdorf-Stadion. Das gesamte Subventionsvolumen beläuft sich auf rund 50 Milliarden Franken. Der Bund verweist darauf, dass die Subventionen auf gesetzlichen Grundlagen beruhen und regelmässig überprüft würden. («Schweiz am Wochenende», S. 2/3)

BABYMILCH: Der Skandal um verunreinigte Säuglingsnahrung hat die Schweiz im Februar beinahe in einen Versorgungsengpass geführt. Nach dem Tod eines Säuglings in St. Gallen erwogen die Behörden laut der «NZZ am Sonntag», sämtliche Produkte des französischen Herstellers Danone sicherzustellen. Der Konzern hält hierzulande einen Marktanteil von fast 50 Prozent bei Säuglingsnahrung. Auslöser der internationalen Krise war ein Rückruf von Nestlé, nachdem der Giftstoff Cereulid in einem Rohstoff für Babynahrung entdeckt worden war. Die Behörden zweifelten später daran, ob Danone ausreichend über mögliche Belastungen informiert hatte. Letztlich verzichteten sie auf eine Beschlagnahmung, nachdem sich der Verdacht gegen das vom Kind konsumierte Produkt nicht bestätigt hatte. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit prüft aber mögliche Verschärfungen der Vorschriften. (NZZaS, S. 33/35)

RUAG: Der bundeseigene Rüstungskonzern Ruag MRO hat nach einem Cyberangriff auf seine US-Tochter Ruag LLC Lösegeld an die Hackergruppe Akira bezahlt. Man habe einen «kleinen Betrag» überwiesen und alle gestohlenen Daten zurückerhalten, sagte Verwaltungsratspräsident Jürg Rötheli am Samstag gegenüber Radio SRF. Der Angriff ereignete sich im Herbst 2025. Die Zahlung erfolgte nach internen Abklärungen und unter Beizug von US-Rechtsexperten. Das Verteidigungsdepartement (VBS) sei vorab nicht informiert worden, hiess es. Der Entscheid widerspricht den Empfehlungen des Bundesamts für Cybersicherheit, das grundsätzlich von Lösegeldzahlungen abrät. Akira hatte mit der Veröffentlichung entwendeter Daten gedroht. (SRF am Samstag, online; siehe separate Meldung)

SBB-VERWALTUNGSRAT: Der SBB-Verwaltungsrat und ehemalige Stadler-Chef Thomas Ahlburg ist laut der «NZZ am Sonntag» wegen Vorgängen rund um die Rettung der Thurgauer Knobel-Gruppe unter Druck geraten. Die Staatsanwaltschaft habe in der Sache drei Strafverfahren gegen Beteiligte eröffnet, zudem prüfe sie eine Anzeige gegen Ahlburg. Im Zentrum stehen laut Zeitung die Übernahme von Teilen der Konkursmasse des Schokoladenmaschinenherstellers im Jahr 2022 und mögliche Unregelmässigkeiten im Umfeld früherer Eigentümer und Geschäftspartner. Ahlburg erklärte gegenüber der Zeitung, er wisse von keinem Verfahren gegen die heutigen Verantwortlichen und sei von den Behörden nie angefragt worden. Den Neustart der Firma habe er «in jeder Hinsicht korrekt umgesetzt». Zudem habe er selbst bereits vor Jahren Strafanzeigen gegen den ehemaligen Firmenpatron eingereicht. Die SBB hätten bislang keine Kenntnis von dem Fall gehabt. In allen Fällen gilt die Unschuldsvermutung. (NZZaS, Front/S. 11)

FALL VINCENZ: Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz muss laut Tamedia voraussichtlich am 10. August vor Gericht erscheinen. Dann sind er und sein Berater Beat Stocker zu einer Berufungsverhandlung vorgeladen, wie das Medienhaus schrieb. 2022 wurden Vincenz und Stocker zu Gefängnisstrafen von drei Jahren verurteilt. Dagegen legten sie Berufung ein. Mitte Mai haben Stocker und ein weiterer Beschuldigter gemäss Tamedia beantragt, die Vorladung Mitte August vorerst aufzuheben. Sie hätten unter anderem auf Beschwerdeverfahren verwiesen, die noch vor Bundesgericht hängig seien. Je nach Urteil könne das Fundament der Anklage in sich zusammenbrechen, argumentierten die Anwälte Stockers gemäss dem Medienhaus. Das Zürcher Obergericht habe die Argumente abgewiesen. (Tamedia-Zeitungen vom Samstag, S. 3)

VW: Der deutsche Autokonzern Volkswagen (VW) hat nach Angaben des Schweizer Fernsehens SRF einen Sponsorenvertrag mit dem Fussball-Nationalspieler Manuel Akanji nicht verlängert. Als Grund sei ihm vermittelt worden, dass er auf die Zielgruppe des Sponsors «nicht genug als Schweizer» wirke. Dies sagte der schweizerisch-nigerianische Doppelbürger in der SRF-Dokumentarserie «The Belonging». Den Namen des Sponsors nannte Akanji dabei nicht. Volkswagen ist seit Jahren Sponsor des Schweizerischen Fussballverbands. Zudem bestand laut SRF 2019 und 2022 ein privater Vertrag mit dem Verteidiger als Markenbotschafter. Zwischen Akanji und VW habe 2025 ein klärendes Gespräch stattgefunden, berichtete SRF weiter. Die Amag-Gruppe, die Schweizer Generalimporteurin von VW, distanzierte sich laut SRF von jeglicher Form von Diskriminierung. Bei der Kommunikation der Nichtverlängerung des Vertrags sei es zu Missverständnissen gekommen, teilte das Unternehmen dem Sender mit. (SRF am Samstag, online)

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(AWP)