UBS: Nach der Übernahme der Credit Suisse durch die Konkurrentin UBS müssen nun die Spar- und Abbaupläne für die fusionierte Grossbank konkretisiert werden. Die Chefs auf der dritten Führungsebene unterhalb der Konzernleitung hätten in der vergangenen Woche Pläne ausarbeiten müssen, wie sich in der neuen gemeinsamen Abteilung 30 Prozent der Angestellten einsparen liessen, berichtet die "SonntagsZeitung" in ihrer aktuellen Ausgabe. Bei der Erstellung der Listen für den Arbeitskräfteabbau ("Reduction in Force" RIF) im September seien jeweils Chefs von der UBS und von der CS dabei gewesen. Dazu komme ein Sparprogramm bei weiteren direkten Kosten - etwa für Spesen, Reisen, Software-Lizenzen oder auch für Berater. Hier müssten die Führungskräfte nochmals Einsparungen in der Höhe von 10 bis 20 Prozent vorweisen. Bezüglich Immobilien der neuen Grossbank sei es klar, dass der Uetlihof in Zürich geleert werden soll. Die UBS wolle die Stadt Zürich nun doch noch überreden, das Gebäude zu kaufen, heisst es weiter. (SoZ, S. 37)
CS: Im Fall einer Verstaatlichung der schwer angeschlagenen Credit Suisse hätten die Schweizer Behörden wohl Sergio Ermotti zum Präsidenten der nationalisierten Grossbank ernannt. Das schreibt die britische Wirtschaftszeitung "Financial Times" am Wochenende unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Das Finanzdepartement wie auch die Schweizerische Nationalbank und die Finanzmarktaufsicht Finma hatten zwar Mitte März angesichts der massiven Schieflage der Credit Suisse zwar auf eine Übernahme der zweitgrössten Schweizer Bank durch die Konkurrentin UBS gedrängt. Allerdings seien bereits in der Folge des massiven "Bank Runs", den die CS im Oktober 2022 erlebt hatte, detaillierte Notfallpläne ausgearbeitet worden. Dazu gehörte auch eine Liste von Bank-Managern, welche das Präsidium der Bank übernehmen und ihre eigene Führungscrew mitbringen könnten: Ganz oben auf der Liste stand demnach Ermotti. (Financial Times)
ABB: ABB-Chef Björn Rosengren hat die gesteckten Ziele mit 17,5 Prozent bei der operativen Marge im letzten Quartal übertroffen. "Wir [...] werden an unserem Kapitalmarkttag im November neue Ziele vorstellen", kündigte er im Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" vom Samstag an. "Der Fokus wird künftig vor allem beim Wachstum liegen, organisch und mit Akquisitionen", sagte Rosengren. "Die neue ABB ist viel stärker auf die Industrie fokussiert." Die Zusammenarbeit mit Staaten könne schwierig sein. 70 Prozent des ABB-Geschäfts befinde sich im Wachstumsmodus, Ziel sei, 100 Prozent zu erreichen. (NZZ, S. 23)
STROMUNTERNEHMEN: Seit dem starken Anstieg der Strompreise haben sich gemäss "NZZ am Sonntag" viele Kleinkunden und Gewerbebetriebe an die unabhängige Strommarktaufsicht Elcom gewendet. Ihr Ärger ist laut der Kommission oft nachvollziehbar. Denn die Elektrizitätswerke hätten Kunden teuren Strom vom Markt anstatt den günstigeren aus den eigenen Wasserkraftwerken verrechnet. Damit würden diese ihre Gewinne zulasten der "grundversorgten Verbraucher" optimieren, so die Aufsichtsbehörde. Um welche oder um wie viele Stromlieferanten es sich handelt, will Elcom-Geschäftsführer Urs Meister allerdings nicht sagen. In der Branche sei zu hören, dass es um kleinere und grössere Stromversorger in verschiedenen Teilen der Schweiz gehe. (NZZaS, S. 21)
STROMPLATTFORM: Der Handelsplattform für Strom und Gas, welche die Schweizer Wirtschaft vor Jahresfrist aufgrund der drohenden Energiemangellage angeregt hatte, droht offenbar bereits wieder das Aus. bis heute auf die rechtlichen Rahmenbedingungen warten", kritisiert Alexander Keberle, Geschäftsleitungsmitglied von Economiesuisse, gegenüber der "NZZ am Sonntag". Die Wirtschaft nehme nun aber einen letzten Anlauf, denn die Bedeutung der Plattform ist aus Sicht der Wirtschaft gross. Auf dieser Basis wird die Handelsplattform mit der Adresse mangellage.ch nun fertig entwickelt. (NZZaS, S. 21)
GEOTHERMIE: Dem von Berner und Zürcher Stromversorgern geplanten ersten Geothermie-Kraftwerk schlägt Widerstand seitens der Jurassier entgegen. Letzte Woche rissen sie mit einem Traktor den Sicherheitszaun zum Gelände nieder und stürmten das Areal, wie die "SonntagsZeitung" schreibt. Zuvor bekam der jurassische Umweltminister Morddrohungen. Zudem gibt es ein Protest-Camp auf einem benachbarten Grundstück und Demonstrationen. Laut dem Gemeindepräsident ist die Mehrheit der 7200 Einwohner der betroffenen Gemeinde Haute-Sorne gegen das Kraftwerk. Eine Abstimmung gab es aber nie. Das kritisieren die Gegner. Sie wollen die Baubewilligung für nicht mehr gültig erklären lassen. (SoZ, S. 5)
WARENHÄUSER: Die österreichische Signa-Gruppe des österreichischen Unternehmers René Benko, die auch das Warenhaus Globus besitzt, hat von Investoren 400 Millionen Euro an frischem Kapital erhalten. Das berichtet die SonntagsZeitung. Benkos Reich umfasst neben den Globus-Warenhäusern in der Schweiz weitere Objekte an bester Lage: das Chrysler Building in New York, das Goldene Quartier in Wien, das Upper West in Berlin und spektakuläre Projekte wie der Hamburger Elbtower. Total halte die Immobiliengruppe Häuser im Wert von schätzungsweise 28 Milliarden Euro. Allerdings leide Signa unter den hohen Zinsen, der Flaute im Warenhausgeschäft und bei den Büroimmobilien. Die Gruppe verkaufe denn auch eine Reihe von Geschäftshäusern in Wien, Berlin und München. (SoZ, S. 31)
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