Im April haben sich die gestiegenen Preise für Mineralölprodukte, Erdöl und Erdgas zum Vormonat vor allem auf der Importseite ausgewirkt.

Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) erhöhte sich gegenüber März um 0,8 Prozent auf 100,5 Punkte, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. Der Produzentenpreisindex rückte um 0,2 Prozent und der Importpreisindex um deutlichere 2,3 Prozent vor.

Steigende Preise seien insbesondere bei Mineralölprodukten sowie Erdöl und Erdgas gemessen worden, so das BFS. Teurer seien auch Metalle und Metallhalbzeug geworden.

Produzentenseitig seien zudem die Preise für elektrische Ausrüstungen oder Uhren gestiegen, während Rohmilch billiger wurde, hiess es weiter. Im Importpreisindex hat das BFS höhere Preise auch für Computer und periphere Geräte registriert. Gesunken seien derweil die Preise für medizinische und zahnmedizinische Apparate und Materialien, Möbel und für Maschinen.

Im Jahresvergleich weiterhin im Minus

Auf Jahresbasis steht der PPI trotz der Monatsanstiege im April und März zum 36. Mal in Folge im Minus. Zum April 2025 lag das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten 2,0 Prozent tiefer nach einem Minus von 2,7 Prozent im Monat davor. Beim Importpreisindex lag das Minus im April noch bei 1,0 Prozent, beim Produzentenpreisindex stand es bei 2,4 Prozent.

Der PPI gilt als Vorlaufindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise, da die Kosten der Produktion normalerweise auf die Konsumentenpreise abgewälzt werden. Der Index hat allerdings deutlich höhere Ausschläge und ist aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohstoffen volatiler. Die Jahresteuerung auf Basis der Konsumentenpreise (CPI) lag im April 2026 bei +0,6 Prozent.

(AWP)