US-Medien hatte in der vergangenen Woche über atomare Ambitionen Russlands im All spekuliert. Das neue nukleare Potenzial solle sich gegen Satelliten im All richten und könne damit eine Bedrohung für die nationale wie die internationale Sicherheit darstellen, hiess es. Die US-Regierung erklärte daraufhin, Russland entwickle militärische Fähigkeiten zum Einsatz gegen Satelliten im Weltall. Zur spezifischen Art dieser Bedrohung wurden keine Angaben gemacht.

US-Präsident Joe Biden stellte später klar, es bestehe «keine nukleare Bedrohung für die Menschen in Amerika oder anderswo auf der Welt». Alles, was Russland tue oder tun werde, habe damit zu tun, möglicherweise Satelliten im Weltall zu beschädigen, sagte Biden am vergangenen Freitag auf Nachfrage bei einer Pressekonferenz in Washington.

Der Kreml stellte die Spekulationen zudem als Versuch dar, Russland zur Wiederaufnahme von Gesprächen über die strategische Sicherheit zu bewegen. Prinzipiell sei dies ebenso wie Verhandlungen zur Ukraine möglich, sagte Putin. Dieser Dialog sei aber unvereinbar mit den Aufrufen der USA, Russland in der Ukraine eine strategische Niederlage beizubringen. Das russische Militär hat nach der Eroberung der Kleinstadt Awdijiwka im Osten der Ukraine weiter Aufwind. Putin forderte Schoigu nun auf, den Erfolg auszubauen und weitere Gebiete zu besetzen./bal/DP/mis

(AWP)