Putin verwies darauf, dass Russland im Gegensatz zur Ukraine über eine funktionierende Flugabwehr verfüge. Tatsächlich klagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj regelmässig über das Defizit an Flugabwehrraketen, speziell zur Verteidigung gegen russische Raketen und Marschflugkörper. Zugleich verweisen Militärbeobachter darauf, dass auch die russische Flugabwehr gerade in den besetzten Gebieten der Ostukraine durch die ständigen Drohnenangriffe Kiews überlastet ist und schon zu einem grossen Teil ausser Gefecht gesetzt wurde. Putin forderte später von seinen Militärs, dass ukrainische Drohnen effektiver ausgeschaltet werden müssten.

Russland führt seit mehr als vier Jahren Krieg gegen die Ukraine und beschiesst seit Beginn der Auseinandersetzung systematisch das Hinterland des Nachbarn. Doch auch die ukrainischen Drohnen richten inzwischen immer stärkere Schäden in Russland an - gerade bei der Ölindustrie. Auf dem Wirtschaftsforum räumte so die russische Regierung ein, dass die Ölförderung seit Jahresbeginn zurückgegangen sei./bal/DP/he

(AWP)