Die Regelung gilt demnach für Rekruten, die sich seit dem 1. Mai 2026 für mindestens ein Jahr zum Kriegsdienst in der Ukraine verpflichtet haben. Voraussetzung ist zudem, dass die Zahlungsverpflichtung schon vorher bestanden hat - also nicht neu Schulden aufgenommen wurden.

Ziel der Regelung ist es, den offenbar ins Stocken geratenen Prozess der Anwerbung neuer Soldaten wieder in Gang zu setzen. Russland hat etwa 700.000 Soldaten im Kriegsgebiet stationiert. Allerdings sind die Verluste hoch - monatlich sollen die Ausfallraten bei mehr als 30.000 Mann liegen. Die russischen Regionen zahlen bereits hohe Summen, um Soldaten anzuwerben. Zuletzt startete das Militär eine Kampagne an den Universitäten, um Studenten für den Angriffskrieg zu rekrutieren.

Nach Angaben von Beobachtern geht die Zahl der Freiwilligen allerdings immer weiter zurück. Es gibt daher Spekulationen über eine neue Zwangsmobilisierung, wie sie Putin bereits im Herbst 2022 nach den ersten russischen Niederlagen in der Ukraine anordnete. Damals wurden offiziellen Angaben nach 300.000 Männer eingezogen./bal/DP/jha

(AWP)