Golta erhielt 41'098 Stimmen. 9481 weitere Stimmen gingen an Vereinzelte. Die Wahlbeteiligung lag bei tiefen 23,5 Prozent, was angesichts der spannungslosen Ausgangslage nicht überraschte.
Trotz nur einer offiziellen Kandidatur gingen in gewissen Kreisen einige Stimmen an andere Personen. Im bürgerlich geprägten Wahlkreis 7 und 8 waren es 25 Prozent, im Kreis 1 und 2 noch 22 Prozent.
Das Stadtpräsidium bleibt somit in sozialdemokratischer Hand. Golta folgt auf Corine Mauch, die 17 Jahre lang Stadtpräsidentin war. Zuvor standen Elmar Ledergerber und Josef Estermann an der Spitze des Zürcher Stadtrats. Der letzte Nicht-SPler war bis 1990 Thomas Wagner.
Andere Stadträte verzichteten
Im ersten Wahlgang am 8. März setzte sich der 50-Jährige deutlich von der Konkurrenz ab. Er erzielte 54'832 Stimmen, verfehlte das absolute Mehr von 57'562 Stimmen jedoch um 2'730 Stimmen.
Sein stärkster Herausforderer, FDP-Kandidat Përparim Avdili, erreichte nur 28'053 Stimmen. Da er den Einzug in die Stadtregierung verpasste, konnte er im zweiten Wahlgang aber nicht mehr antreten.
Andere gewählte Stadtratsmitglieder, etwa FDP-Kollege Michael Baumer, verzichteten auf eine Kandidatur. Damit blieb Golta der einzige offizielle Kandidat. Abgegebene Stimmen zählten nur, wenn die Stimmberechtigten den Namen eines gewählten Stadtratmitglieds aufschrieben.
Offen ist in Zürich noch die Departementsverteilung im Stadtrat. Diese erfolgt am 27. Mai. Linke Politikerinnen und Politiker haben bereits gefordert, Baumer das Departement der Industriellen Betriebe wegzunehmen. Vier Stadträtinnen und Stadträte gehören der SP an, drei den Grünen, einer der GLP und einer der FDP.
(AWP)
