Die lange als Favorit gehandelte, reformorientierte People's Party (PP) erreicht demnach lediglich etwa 80 Mandate. Auf Platz drei folgt die populistisch geprägte Pheu-Thai-Partei, die ihre Hochburgen vor allem in ländlichen Regionen hat.
Wohl keine absolute Mehrheit
Die Auszählung hatte sich immer wieder verzögert - auch Stunden nach Schliessung der Wahllokale wurden nur schleppend Ergebnisse bekannt. Falls sich das Ergebnis bestätigt, dürften schwierige Koalitionsverhandlungen anstehen, weil keine Partei die absolute Mehrheit hätte.
Die progressive PP gestand die Wahlniederlage bereits ein. Sie hatte angekündigt, in die Opposition zu gehen, falls sie nicht Wahlsiegerin wird.
Bei der bislang letzten Wahl 2023 hatten konservative politische Kräfte verhindert, dass die Vorgängerpartei der PP - Move Forward - trotz ihres Wahlsieges an die Macht kam. Move Forward wurde 2023 vom Verfassungsgericht sogar verboten.
Referendum über Verfassungsreform
Das Königreich ist schon lange von grosser politischer Instabilität geprägt. In zwei Jahren hatte Thailand zuletzt drei verschiedene Regierungschefs.
Zusammen mit der Parlamentswahl konnten die 53 Millionen Wahlberechtigten auch darüber abstimmen, ob eine neue, demokratischere Verfassung auf den Weg gebracht werden soll. Nach vorläufigen Ergebnissen stimmte eine grosse Mehrheit einer solchen Reform zu./cfn/DP/mis
(AWP)
