Bis um 12.15 Uhr verlieren Richemont 6,5 Prozent auf 105,20 Franken, während der Gesamtmarkt (SMI) 0,8 Prozent im Minus steht. Der leichte Kursanstieg seit Anfang November ist damit wieder zunichte gemacht. Dabei lag der Kurs Mitte Juli noch bei knapp 154 Franken.
Sowohl beim Umsatz wie auch beim EBIT verfehlt der Konzern im ersten Halbjahr 2023/24 gar die pessimistischsten Erwartungen. Dabei schneidet insbesondere das Geschäft mit Luxusuhren deutlich schwächer als erwartet ab. Aber auch das Schmuckgeschäft, das als margenstark und als Erfolgsgarant gilt, wurde den Erwartungen nur knapp gerecht.
Auch vom Ausblick auf die zweite Jahreshälfte haben sich einige Analysten mehr erhofft. Es gibt aber auch verhalten positive Stimmen. So sieht etwa die Bank Vontobel insgesamt einen robusten operativen Trend zu konstanten Wechselkursen und eine solide Entwicklung des Cashflows.
Die ZKB verweist zudem auf die marktführende Position von Richemont im Schmuckgeschäft sowie die «ausgezeichnete» geografische Diversifikation. Als möglichen künftigen Kurstreiber sieht die Kantonalbank zudem ein allfälliges Konjunkturprogramm der chinesischen Regierung. Aktuell überwiegt am Aktienmarkt aber eindeutig die Enttäuschung über die Zahlen.
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(AWP)