Barmag wurde laut einer Mitteilung vom Montag als «Man-Made Fiber»-Division in den Rieter-Konzern integriert. Das Management von Barmag verbleibt derweil im Unternehmen. Somit wird Georg Stausberg weiterhin die Division führen und an Thomas Oetterli, CEO von Rieter, berichten. Gleichzeitig wird er Einsitz in die Konzernleitung nehmen. Die Transaktion wurde durch eine im Oktober 2025 durchgeführte Kapitalerhöhung sowie durch langfristige Bankdarlehen finanziert.
Rieter wird gemäss früheren Angaben mit der Übernahme seinen Umsatz fast verdoppeln. Die Rieter-Aktionäre Peter Spuhler und Martin Haefner beteiligen sich an der Finanzierung des 700-Millionen-Deals. Barmag mit Sitz im deutschen Remscheid bei Düsseldorf gilt als einer der globalen Marktführer bei Anlagen zur Herstellung von Chemiefasern.
Der Gesamtwert der Übernahme lag bei 850 Millionen Franken. Sollte Barmag bis 2028 bestimmte finanzielle Ziele erreichen, könnte ein zusätzlicher Erfolgsbonus fällig werden.
Seitens Oerlikon heisst es, dass die Mittelzuflüsse aus dem Verkauf zur Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten und für allgemeine Unternehmenszwecke sowie eine potenzielle Ausschüttung an Aktionäre verwendet werden sollen. Finanzielle Einzelheiten würden mit dem Finanzergebnis am 24. Februar 2026 bekannt geben. Für Oerlikon bedeute der Abschluss der Transaktion den letzten Schritt hin zu einem «Pureplay-Oberflächen-Technologieunternehmen».
(AWP)

