Das Geschäftsjahr 2025 sei von «operativen Herausforderungen» geprägt gewesen, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Der Umbau des Konzern durch den Verkauf von nicht raumfahrtbezogener Geschäftsbereiche sei aber nun «weitgehend» abgeschlossen. Bekanntlich liegt der Fokus von Ruag International auf dem Raumfahrtgeschäft.
Und in der entsprechen Sparte Beyond Gravity lieferte die Division Satellites 2025 erneut ein profitables Wachstum. Der Aufbau der Division Launchers mit Raketenträgern sei indes «anspruchsvoller als geplant» verlaufen und habe das Ergebnis «deutlich belastet».
Verlust im dreistelligen Millionenbereich
Konkret sank der Nettoumsatz auf 412 Millionen Franken nach rund 495 Millionen im Vorjahr. Bereinigt um Devestitionseffekte habe indes ein Wachstum von 12 Prozent resultiert.
Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) rutschte der Konzern indes in die roten Zahlen. Mit einem Minus von 114,3 Millionen Franken nach einem Plus von 19,9 Millionen im Vorjahr. Bereinigt um Sondereffekte hätte derweil ein kleines Plus von 1 Prozent resultiert.
Unter dem Strich verbuchte Ruag International einen Verlust von 119,0 Millionen Franken. Im Vorjahr lag dieser bei nur 1,6 Millionen.
2026 als Übergangsjahr
Den Blick nach vorne gerichtet stehe die Reduktion von Risiken und die weitere Industrialisierung sowie Stabilisierung und digitale Transformation im Fokus. Ab 2027 soll dann die Ertragslage «nachhaltig» verbessert werden, heisst es.
Erst kürzlich nominierte der bundeseigene Rüstungskonzern drei neue Mitglieder für den Verwaltungsrat. Astrid Schnidrig, Lutz Bertling und Michael Menking sollen an der Generalversammlung vom 20. April gewählt werden.
Der Konzern erhielt zudem vor knapp einer Woche eine neue Chefin. Barbara Frei-Spreiter tritt die Nachfolge von André Wall per 7. April 2026 an. Der bisherige CEO André Wall hatte seinen Rücktritt für Mitte 2026 bereits im Juni 2025 angekündigt.
sta/rw
(AWP)
