In der frontnahen Stadt Slowjansk im ostukrainischen Gebiet Donezk töteten Gleitbomben mindestens fünf Menschen.
Raketen auf Kiew und Umgebung
Die Behörden hatten kurz vor Mittag Raketenalarm in Kiew ausgelöst. Russland habe mindestens zehn ballistische Raketen auf die Stadt abgefeuert, dazu auch Lenkwaffen vom Typ Zirkon, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Unian. Über der Stadt waren mehrere Explosionen zu hören. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko rückten auch Krankenwagen aus.
Härter traf es demnach das Umland: Selenskyj sprach von Rettungs- und Bergungsarbeiten. Dazu stellte er Bilder, die erneut schwere Verwüstungen zeigen - vor allem private Wohngebäude.
Russland hat in den vergangenen Wochen die Raketenangriffe auf Kiew massiv verstärkt. Immer wieder kommen dabei viele Zivilisten zu Schaden.
Slowjansk erneut im Bombenhagel
Schwere Folgen hatten die russischen Angriffe auch in Slowjansk: Dort habe es neben den fünf Toten auch neun Verletzte nach dem Abwurf von Gleitbomben gegeben, teilte der ukrainische Gouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Seinen Angaben nach wurden zehn private Wohnhäuser beschädigt, zudem auch eine Fabrik und das Gebäude des lettischen Honorarkonsuls in der Stadt. Bereits am späten Donnerstagabend verletzte das russische Militär mit Bombenabwürfen mehr als ein Dutzend Zivilisten in Slowjansk.
Filaschkin rief die Menschen angesichts der Gefahr zur Flucht auf. «Die Evakuierung ist kostenlos. Wir helfen mit dem Transport, der Unterbringung und allem Notwendigen», schrieb er.
Der Stromversorger Ukrenergo meldete Schäden an Energieanlagen in fünf anderen Regionen infolge russischer Angriffe. Getroffen worden seien Objekte in den Gebieten Tschernihiw, Charkiw, Donezk, Dnipropetrowsk und Saporischschja, hiess es in einer Mitteilung./bal/DP/stw
(AWP)
