Das russische Aussenministerium veröffentlichte am Montag auf dem Messaging-Dienst Telegram ein entsprechendes Statement seiner Sprecherin Maria Sacharowa. In Mittelpunkt der Visite am 6. Februar stehe «die Suche nach Wegen zur Überwindung der aktuellen tiefen Krise der OSZE», sagte diese demnach auf eine Journalistenfrage.

Sacharowa kündigte den Besuch des Schweizer Aussenministers zudem in einem russischsprachigen Post auf der Plattform X an. Zuvor hatte die italienische Nachrichtenagentur Ansa von einem Besuch Cassis' bereits am Dienstag geschrieben.

Eine Antwort des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zu den geplanten Reisen stand zunächst aus.

Cassis reiste am Montag nach Kiew und traf dort seinen seinen ukrainischen Amtskollegen Andrij Sybiha. Man habe über die Dynamik der Friedensbemühungen und die Situation auf dem Schlachtfeld gesprochen, schrieb dieser am Nachmittag auf X. Thema des Gesprächs waren laut Sybiha auch die russischen Angriffe auf die ukrainische Energie-Infrastruktur.

Cassis hatte bereits während des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos im Januar angekündigt, als Vorsitzender der OSZE eine Vermittlerrolle im Krieg in der Ukraine einnehmen zu wollen. Je nach Entwicklung der Situation plane er Reisen nach Kiew, Moskau und Washington, sagte der Vorsteher des EDA damals.

(AWP)