Der Gouverneur der südlich von Moskau gelegenen Region Tula, Dmitri Miljajew, schrieb bei Telegram von allein 157 über dem Gebiet abgewehrten Drohnen. Ihm zufolge wurden in Nowomoskowsk eine Hochspannungsleitung und ein Industriebetrieb beschädigt. Einsatzkräfte seien vor Ort. Details nannte er nicht. Ausserdem sei im Kreis Schtschokino ein Wohnhaus beschädigt und eine Frau verletzt worden.
In Nowomoskowsk liegt der Chemiebetrieb Asot. Das Unternehmen ist eines der grössten Chemiewerke in Russland und stellt vor allem Dünger her. Nach eigenen Angaben produziert es unter anderem Ammoniak und Salpetersäure - Stoffe, die auch zur Sprengstoffherstellung genutzt werden können.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine grossangelegte russische Invasion. Als Teil des Abwehrkampfes hat Kiew seine Gegenangriffe in den vergangenen Monaten deutlich ausgeweitet und den Krieg damit zurück auf russisches Territorium getragen. Das ukrainische Militär zielt vor allem auf die russische Rüstungs- sowie die Öl- und Gasindustrie, um den Treibstoffnachschub für die russische Armee zu stören und dem Kreml die Kriegsfinanzierung zu erschweren./ksr/DP/jha
(AWP)
