Wegen des Iran-Krieges sind die Gaspreise zuletzt deutlich gestiegen. Da der Schiffsverkehr im Persischen Golf durch den Krieg eingeschränkt und auch die Zukunft der Öl- und Gasförderung in dieser Region derzeit ungewiss ist, reagierten die Weltmärkte mit heftigen Preisausschlägen auf die Rohstoffe.

Putin hatte bereits Wende gen Osten angedeutet

Vor diesem Hintergrund hatte Kremlchef Wladimir Putin bereits am Donnerstag in einem Interview mit dem Staatsfernsehen angedeutet, die Wende gen Osten zu erwägen. Es öffneten sich nun neue Märkte. Daher sei es vielleicht besser, sofort die Lieferungen nach Europa einzustellen, sagte der russische Staatschef.

Auf diese Anweisung Putins habe die Regierung nun im Gespräch mit den Unternehmen beschlossen, dass «ein Teil des Umfangs von Flüssiggas, der heute nach Europa und auf die europäischen Märkte geht, auf andere Märkte umorientiert wird, wo es jetzt Bedarf gibt und konstruktive, pragmatisch Beziehungen mit uns aufgebaut werden», sagte Nowak.

Die Beziehungen zwischen Russland und der EU sind wegen des von Putin seit 2022 geführten Kriegs in der Ukraine stark belastet. Die EU hat Sanktionen gegen Russland verhängt, die der Kreml als «Wirtschaftskrieg» bezeichnet hat. Gaslieferungen sind stark zurückgegangen - allerdings hat Europa im vergangenen Jahr immer noch Flüssigerdgas im Wert von 7,4 Milliarden Euro aus Russland importiert. Ab November 2027 will die EU russische Gaseinfuhren völlig verbieten./bal/DP/jha

(AWP)