Den Produktionshochlauf bei KNDS sollen auch zwei neue Standorte in Deutschland sicherstellen. «In Deutschland werden wir nach jetziger Planung noch zwei zusätzliche Produktionsstätten aufbauen. Ein Standort wird sich der ganzen Produktionskette vom Rohbau bis zum fertigen Fahrzeug widmen, in dem Fall mit dem Schwerpunkt Radfahrzeuge, also Boxer», sagt Hohenwarter. Der zweite Standort werde schwerpunktmässig ein Schweissstandort sein.
Zu Standortdetails machte er keine Angaben: «Ich möchte nicht spekulieren. Nur so viel: Wir sprechen mit Unternehmen und schauen uns mögliche Standorte an. Es sind aber noch keine finalen Entscheidungen getroffen.»
Auch in puncto Jobs soll viel passieren. «Wir rechnen damit, dass sich die Belegschaft von KNDS Deutschland bis zum Ende des Jahrzehnts verdoppelt, also 4.000 bis 5.000 Mitarbeiter dazukommen.» Hinzu kämen weitere Arbeitsplätze etwa bei Zulieferern.
KNDS ging 2015 aus der Fusion des deutschen Panzerherstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter hervor - damals unter anderem bedingt durch die Kürzungen in den Verteidigungsetats Deutschlands und vieler weiterer europäischer Länder. Hauptsitz ist Amsterdam, die deutsche Zentrale sitzt in München./dmo/DP/zb
(AWP)
